Viszeral- und
Thoraxchirurgie

Viszeralchirurgie

Viele Erkrankungen und Fehlbildungen der Eingeweide lassen sich chirurgisch behandeln. Das Fachteam der Viszeralchirurgie ist auf solche Eingriffe spezialisiert und betreut betroffene Patientinnen und Patienten während des ganzen Behandlungsprozesses.

Die Viszeralchirurgie behandelt beispielhaft folgende Erkrankungen:

Speiseröhrenerkrankungen

Speiseröhrenkrebs behandeln wir in einem neuen, zweizeitigen Verfahren. Damit erreichen wir einen geringeren Aufwand für den zweiten Eingriff nach fünf Tagen (während der gleichen Hospitalisation). Ausserdem erholen sich die Patienten nach der Operation schneller. Im ersten Schritt befreit und mobilisiert der Chirurg mit der Schlüssellochmethode nur den gesunden Magenabschnitt von den nicht benötigten Gefässen (laparoskopische Gastrolyse). Im zweiten Schritt entfernt und rekonstruiert der Chirurg den erkrankten Abschnitt mittels Magenschlauch (Einhöhleneingriff statt Zweihöhleneingriff).

Magen- und Darmerkrankungen

Viele Eingriffe stehen im Zusammenhang mit der Behandlung von Magen- und Darmkrebs sowie von Divertikelerkrankungen. Die meisten Operationen (inklusive der Krebschirurgie) führen wir – soweit möglich – mittels Schlüssellochtechnik aus. Dies gilt auch für einen Teil der Eingriffe bei Tumoren des Mastdarms (Rektum).

Leber-, Gallenwegs- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

Am häufigsten führen wir Gallenblasenoperationen bei Steinleiden oder Infektion durch. Dabei operieren wir praktisch ausschliesslich laparoskopisch (Schlüssellochchirurgie). In Einzelfällen kann auch eine Behandlung mit nur einem kleinen Schnitt um den Nabel herum in Frage kommen (SILS – Single Incision Laparoscopic Surgery). Wenn es chirurgisch möglich ist, behandeln wir sämtliche Leber- und Bauchspeicheldrüsentumoren. Jedoch führen wir keine Transplantationen durch. Zusammen mit Spezialisten der Radiologie können wir zusätzlich ein interdisziplinäres Therapiekonzept anbieten (zum Beispiel mit Vorbereitung der Leber vor einer grossen Resektion durch Chemoembolisation). Für die Abklärung dieser zum Teil komplexen Erkrankungen stehen uns sämtliche Möglichkeiten zur Verfügung (einschliesslich PET-CT = Positronenemissionstomographie kombiniert mit einer Computertomographie). Die moderne intensivmedizinische Betreuung der Patientin oder des Patienten nach dem Eingriff ermöglicht einen optimalen Behandlungserfolg.

Erkrankungen der Milz

Liegt eine Erkrankung der Milz vor und kann die Ursache dieser Erkrankung nicht anderweitig behoben werden, dann ist es nötig, die Milz vollständig zu entfernen (Splenektomie). Dies ist zum Beispiel bei Tumoroperationen, Kugelzellanämie, Milzriss, Pfortaderhochdruck der Fall. Diesen Eingriff führen wir entweder laparoskopisch oder offen durch. Bei einer geplanten Operation impfen wir den Patienten/die Patientin vorgängig gegen die wichtigsten Erreger von schweren Erkrankungen.

Hernien (Bauchwandbrüche)

Zu den häufigsten Erkrankungen, die sich chirurgisch behandeln lassen, gehören Bruchlücken in der Bauchwand. Sie weisen auf eine Schwächung des Gewebes hin. Durch die Lücke kann unter Umständen eine Darmschlinge hindurchtreten und im schlechtesten Fall eingeklemmt werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich bei entsprechender Diagnosestellung eine operative Therapie. Heutzutage verwenden wir dabei meist ein Kunststoffnetz. Der Eingriff erfolgt teils mit offenem und teils mit laparoskopischem, minimalinvasivem Verfahren. Je nach Lokalisation des Befundes respektive der Voroperationen findet das Netz in verschiedenen Bauchwandschichten Platz.

PDFs zum Herunterladen:
Bauchspeicheldrüsenoperation (PDF)
Entfernung der linksseitigen Bauchspeicheldrüse (PDF)
Darmoperation (Kolon) (PDF)
Enddarmoperation (Rektum) (PDF)