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Hornhautverkrümmung

Hornhautverkrümmung, medizinisch als Astigmatismus bekannt, ist eine häufige Sehstörung, die aus einer unregelmässigen Form der Hornhaut resultiert. Statt perfekt rund zu sein, ähnelt die Hornhaut eher einem Ruggbyball was zu einem verzerrten und unscharfen Sehen führt. Dieser Zustand kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten und beeinträchtigt oft die Lebensqualität.

Ursache

Die genaue Ursache des Astigmatismus ist oft unklar, kann jedoch auf genetische Faktoren oder eine ungleichmässige Druckverteilung auf die Hornhaut zurückgeführt werden. In seltenen Fällen kann er auch durch Augenverletzungen, Operationen oder andere Augenerkrankungen entstehen.


Häufigkeit

Astigmatismus ist weit verbreitet; leichte Formen treten bei vielen Menschen auf. Schätzungen zufolge haben bis zu einem Drittel der Bevölkerung eine gewisse Form von Hornhautverkrümmung, wobei die Intensität stark variiert.


Symptome und Beschwerden

Typische Symptome sind verschwommenes oder verzerrtes Sehen in allen Entfernungen, Kopfschmerzen, Augenbelastung, und Schwierigkeiten bei Nacht zu sehen. Diese Beschwerden können die täglichen Aktivitäten erheblich beeinträchtigen und erfordern häufig eine Korrektur.


Begleiterkrankungen

Astigmatismus tritt oft zusammen mit anderen Sehfehlern wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit auf. Zudem kann er Begleiterscheinungen wie Strabismus oder Amblyopie (schwaches Sehen) fördern.


Gefahren / Risiken

Unbehandelt kann eine ausgeprägte Hornhautverkrümmung zu Kopfschmerzen und chronischer Augenbelastung führen. Im Kinderalter kann sie die visuelle Entwicklung stören und zu Amblyopie führen.


Diagnose

Die Diagnose wird mittels einer Augenuntersuchung durch eine Optikerin / einen Optiker oder eine Augenärztin / einen Augenarzt gestellt. Spezialisierte Geräte messen die Krümmung der Hornhaut und bestimmen das Ausmass und die Achse der Verkrümmung.


Behandlung

Leichte bis moderate Astigmatismen werden meist mit Brille oder Kontaktlinsen korrigiert. Spezielle torische Linsen kompensieren die unregelmässige Hornhautkrümmung und ermöglichen ein scharfes Sehen.


Operation

Bei schwereren Formen kann eine Operation notwendig sein. Im Rahmen eines refraktiven Eingriffs, kann die Hornhautverkrümmung korrigiert werden.

Wann und wie muss operiert werden?
Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn Sehhilfen nicht mehr ausreichen oder der Wunsch nach einer permanenten Lösung besteht. Die Entscheidung hängt von der individuellen Situation und der Hornhautstruktur ab.

Was muss man nach einer Operation beachten?
Postoperativ ist es wichtig, die Augen vor Infektionen zu schützen und die verschriebenen Medikamente wie Augentropfen konsequent anzuwenden.

Ist eine Operation ausreichend? 
In vielen Fällen kann eine Operation den Astigmatismus dauerhaft korrigieren, jedoch sind manchmal Anpassungen oder zusätzliche Eingriffe nötig.

Welche Operationstechniken werden angewendet?
Neben Augenlasermethoden gehören Verfahren wie die implantierbare Kontaktlinse (ICL) oder der Linsenaustausch (RLE) zu den fortschrittlichen Techniken.


Vorbeugen, Prävention

Es gibt keine bekannten Massnahmen zur Prävention des Astigmatismus, da dieser häufig genetisch bedingt ist. Regelmässige Augenuntersuchungen können jedoch zur frühen Erkennung und Behandlung beitragen.


Nachsorge

Nach einer Behandlung oder Operation ist eine kontinuierliche Nachsorge essentiell, um den Zustand der Augen zu überwachen und das bestmögliche Sehergebnis zu sichern.


Prognose

Die Prognose für Personen mit Astigmatismus ist generell sehr gut, besonders wenn er frühzeitig erkannt und korrekt behandelt wird. Moderne Behandlungsmethoden ermöglichen es den meisten Betroffenen, ein klares und scharfes Sehen zurückzugewinnen.


Häufige Fragen

Kann sich eine Hornhautverkrümmung mit der Zeit verschlechtern?

Ja, es ist möglich, dass sich eine Hornhautverkrümmung im Laufe der Zeit verändert. Besonders während des Wachstums bei Kindern kann sich der Grad der Verkrümmung erhöhen. Regelmässige Augenuntersuchungen sind daher wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Sehhilfe entsprechend anzupassen.

Ist eine Hornhautverkrümmung vererbbar?

Astigmatismus kann vererbbar sein. Wenn ein oder beide Elternteile eine Hornhautverkrümmung haben, erhöht sich das Risiko, dass auch die Kinder betroffen sein könnten. Genetische Faktoren spielen eine Rolle bei der Form und Struktur der Hornhaut.

Beeinflusst eine Hornhautverkrümmung mein Risiko für andere Augenkrankheiten?

Es gibt keine direkte Verbindung zwischen Astigmatismus und einem erhöhten Risiko für andere Augenkrankheiten. Jedoch kann eine nicht korrigierte Hornhautverkrümmung zu Augenbelastung führen, was Beschwerden verursacht und die Lebensqualität beeinträchtigen kann.

Können Kontaktlinsen eine Hornhautverkrümmung korrigieren?

Ja, speziell angefertigte torische Kontaktlinsen können Astigmatismus korrigieren. Diese Linsen haben unterschiedliche Brechstärken in verschiedenen Linsenbereichen und kompensieren so die unregelmässige Krümmung der Hornhaut.

Muss ich nach einer Augenlaser-Operation für eine Hornhautverkrümmung weiterhin eine Brille tragen?

Nach einer erfolgreichen Augenlaseroperation zur Korrektur der Hornhautverkrümmung benötigen viele Menschen keine Brille oder Kontaktlinsen mehr für die meisten Aktivitäten. Es gibt jedoch keine Garantie, und einige Patientinnen und Patienten benötigen möglicherweise weiterhin eine Sehhilfe, insbesondere für spezielle Aufgaben oder wenn es zu geringfügigen Veränderungen im Sehvermögen kommt.

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