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Der OP der Zukunft

Während auf der KSW-Baustelle noch die Späne fliegen, werden bereits die wichtigsten medizinischen Geräte installiert. So auch im neuen Hybrid-OP, der mit einer Röntgeneinheit am Roboterarm futuristisch daherkommt und vielseitig einsetzbar ist.

In weniger als einem Jahr wird der Neubau eröffnet. Dazu gehört neben den neuen Zimmern für Patientinnen und Patienten auch ein neuer Hybrid-Operationssaal. Dieser ist mit modernster Technik ausgerüstet und kann eine Vielzahl verschiedenster Aufgaben erfüllen. Das muss er auch, denn er wird interdisziplinär von der Gefässchirurgie und Thoraxchirurgie genutzt. In Zukunft werden den Hybrid-OP auch die Viszeralchirurgie, die Neurochirurgie und die Orthopädie nutzen. Damit ist der neue Operationssaal ein wichtiges Standbein für die gesamte Chirurgie am KSW.

Dreidimensionale Bilder in Echtzeit

Das Herzstück bildet eine Hochleistungs-Bildgebungsanlage mit einer C-förmigen Röntgeneinheit, die sich an einem Roboterarm um den Operationstisch drehen kann. Die Anlage liefert so während des Eingriffs dreidimensionale Bilder vom Körper auf die OP-Monitore. Thomas Lattmann ist federführend bei der Neuanschaffung. Der leitende Arzt der Gefässchirurgie ist von deren Nutzen überzeugt: «Wir haben uns mit anderen Spitälern ausgetauscht und der Konsens ist eindeutig: Der moderne Hybrid-OP ist die Zukunft. Mit ihm lässt sich die demographische Herausforderung der kommenden Jahre meistern.»

Mehr Strahlenschutz fürs Personal

Tatsächlich altert auch die Schweizer Bevölkerung und damit steigt die Anzahl der notwendigen Eingriffe. Diese können mit dem High-Tech-Gerät zunehmend minimalinvasiv durchgeführt werden und es sind auch neue Operationen möglich, die am KSW bisher nicht angeboten werden konnten. Die bessere Bildgebung während der Operation führt zu einer gesteigerten Behandlungsqualität und dadurch werden auch weniger Nachoperationen erwartet. Insgesamt kann dank des neuen Operationssaals die Effizienz gesteigert werden.

Weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung resultieren in einem verkürzten Spitalaufenthalt, was wiederum die Pflege auf der stationären Abteilung entlastet. Thomas sieht aber auch direkte Vorteile für das Personal: «Die Bestrahlung, die während der Röntgenaufnahmen auftritt, ist ein notwendiges Übel. Das neue Gerät verfügt über einen verbesserten Strahlenschutz, wodurch das Personal im OP in Zukunft weniger exponiert ist.