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Klinik für Orthopädie und Traumatologie

Der Fuss – das Multitalent

Unsere Füsse sind äusserst belastbar und tragen uns durchs ganze Leben. Manchmal wird das komplexe Gefüge jedoch durch Überbelastung oder einen Unfall aus dem Gleichgewicht gebracht, und der Fuss fängt an zu schmerzen. Dies führt schnell zu einer deutlichen Einschränkung der Mobilität. Das Fuss-Team am KSW weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.

Unsere Füsse sind faszinierende Gebilde. Schon der Künstler und Erfinder Leonardo da Vinci be­zeichnete sie als technisches Meisterwerk. Die­se Wunder der Natur bestehen aus rund einem Viertel aller Knochen in unserem Körper. Das Zusammenspiel mit zahllosen Muskeln, Bändern und Sehnen ermöglicht unseren einzigartigen aufrechten Gang, ohne dass es zu Abstrichen bei Stabilität und Beweglichkeit kommt. In unse­rem Leben machen wir weit über 100 Millionen Schritte und setzen unsere Füsse einer ständi­gen Belastung aus, der sie nicht immer standhal­ten können.

Das Fuss-Team des KSW nimmt sich Zeit, um die Geschichte der Patientinnen und Patienten zu erfahren, denn diese ist für die Behandlung von grosser Bedeutung.

Erste Hilfe für die Füsse

Beschwerden an Sprunggelenk oder Fuss können unterschiedliche Ursachen haben. Sie können an­geboren sein oder als Folge von Überbelastung auftreten. Als Spätfolge eines Unfalls kann sich auch eine Arthrose ausbilden. «Eine der häu­figsten Verletzungen am Sprunggelenk und die Nummer eins der Sportverletzungen überhaupt ist der Bänderriss am Aussenknöchel», erklärt Christin Schindler, Oberärztin und Stellvertre­tende Leiterin des Fuss-Teams. Das Verletzungs­risiko ist gerade bei Kontaktsportarten wie Fuss­ball besonders hoch.

«Der Fuss des Menschen ist ein technisches Meisterwerk und ein Kunstwerk.» Leonardo da Vinci

Die ersten therapeutischen Massnahmen bei einem Bänderriss erfolgen nach dem PECH-Prinzip: Pause – Eis – Compres­sion – Hochlagern. Häufig ist eine Belastung des Sprunggelenks danach rasch wieder möglich. Das bedeutet aber nicht, dass die Bänder bereits verheilt sind – dafür sollte der Knöchel mit einer Schiene sechs Wochen lang geschützt werden. Physiotherapie sorgt begleitend dafür, dass die Muskeln wiederaufgebaut werden und die Stabi­lität zurückerlangt wird.

Ärztin erklärt Patienten den Aufbau eines Fusses

Genau hingeschaut

Therapie bedeutet einen gewissen Aufwand – garantiert allein aber nicht in jedem Fall Er­folg. Dauern die Beschwerden an oder bleibt das Sprunggelenk instabil, sollte eine Fachperson konsultiert werden. Das Fuss-Team rund um die Leitende Ärztin und Teamleiterin Dr. med. Anna-Kathrin Leucht nimmt sich Zeit, um die Ge­schichte der Patientinnen und Patienten zu erfah­ren, denn die ist für die Behandlung von grosser Bedeutung.

«Wir wollen eine Menge wissen und fragen auch nach scheinbar unwichtigen Details, um die Patienten ihrem Ziel näher zu bringen. Danach untersuchen wir die Füsse gründlich im Sitzen, Gehen und Stehen.» Häufig werden zusätzlich Röntgenbilder im Stehen gemacht – gegebenenfalls sind auch weitere Abklärungen notwendig, um Knorpelschäden oder andere Begleitverletzungen ausschliessen zu können. In solchen Fällen kommen Hilfsmittel wie das MRI zum Einsatz.

«Unsere Kernkompetenz ist die auf den Patienten abgestimmte Wahl der Therapie.» Dr. med. Anna-Kathrin Leucht, Christin Schindler

Wann ist eine Operation notwendig?

Es kann sein, dass das Sprunggelenk trotz The­rapie nicht stabil genug wird. Dann muss eine Operation mit Bandstabilisierung diskutiert werden. «Unsere Kernkompetenz ist die auf den Patienten abgestimmte Wahl der Therapie», sa­gen die beiden Ärztinnen dazu. Zum Beispiel knicken Menschen mit bestimmten Fusstypen schneller mit dem Fuss um als andere und sind damit für Bandverletzungen besonders anfällig. In so einem Fall kann die Fehlstellung während der Operation gleich mit korrigiert werden, ge­nauso wie etwaige Begleitschäden.

Routinemäs­sig wird bei einem Bänderriss eine Sprungge­lenkspiegelung vorgenommen, im Anschluss daran werden die Bänder gerafft und wieder am Aussenknöchel fixiert. Nach der Operation folgt eine individuelle Nachbehandlung. Bevor mit der Physiotherapie begonnen werden kann, sollte man sich vor allem in den ersten 2 Wochen schonen und für einmal im wahrsten Sinne des Wortes die Füsse hochlegen – das beugt Schwel­lungen vor. Dr. Leucht räumt ein, dass das lang­weilig werden kann. «Aber durchhalten lohnt sich – versprochen!

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