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Zentrum für Intensivmedizin

Zwischen Routine und Ausnahme

Das Zentrum für Intensivmedizin (ZIM) am KSW betreut Patientinnen und Patienten, deren Gesundheit akut bedroht ist. Das Coronavirus hat die Intensivmedizin in den Fokus gerückt. Das Team fokussierte sich in dieser Zeit voll auf die Behandlung von an Covid-19 erkrankten Personen – und konnte danach ein Konzept für den zukünftigen Umgang mit neuartigen Krankheiten erstellen.

Patientinnen und Patienten, die im Koma liegen und künstlich beatmet werden: Diese Bilder aus Intensivpflegestationen haben sich von der Corona-Pandemie eingeprägt. Auch am Zentrum für Intensivmedizin am Kantonsspital Winterthur drehte sich in dieser Zeit alles um Covid-19-Patientinnen und -Patienten.

Weil Wahleingriffe ausgesetzt werden mussten, konnte das KSW die Zahl der Intensivpflegebetten von 14 auf 38 erhöhen. «Wir haben aber glücklicherweise nie alle benötigt», sagt Dr. med. Alois Haller.

Das Coronavirus hat die Arbeit auf der Intensivstation geprägt – auf den Kopf gestellt hat es den Betrieb allerdings nicht, denn an der Pflege selbst änderte sich nicht viel. Die Patientinnen und Patienten wurden dank eines interdisziplinären Teams und modernster Technik intensiv betreut und lückenlos überwacht. Auch in normalen Zeiten werden die meisten künstlich beatmet.

«Am stärksten gefordert waren wir während fünf Tagen Mitte April, als wir gleichzeitig 14 an Covid-19 erkrankte Personen pflegten.»

«Das ist für unser Team Routine», sagt Alois Haller. Im regulären Betrieb sind zum Beispiel grosse Operationen oder gravierende Notfälle der Grund für eine Betreuung auf der Intensivstation, nun waren es überwiegend schwere Covid-19-Erkrankungen.

Zwischen Routine Und Ausnahme Ksw Storys

Anspruchsvoller wurde die Intensivpflege allerdings schon. So wurde mehr Fachpersonal benötigt, um die Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation zu behandeln: Fachleute, die sonst im Operationsbetrieb im Einsatz sind, wechselten auf die Intensivpflegestation, darunter Anästhesiepflegende, technische Operationsassistenten sowie Pflegespezialistinnen und -spezialisten aus verschiedensten Fachgebieten des Spitals.

Auch ehemalige Mitarbeitende sprangen ein. «Wir konnten im Zentrum für Intensivmedizin die nötigen Kapazitäten an Betten und Personal schnell aufbauen. Die Schritte, die es dafür braucht, haben wir nun in Konzepten festgehalten. Darauf können wir zurückgreifen, falls es zu einer zweiten Welle von Covid-19-Erkrankungen kommt oder sich in Zukunft eine andere neuartige Krankheit rasch ausbreiten sollte», sagt Alois Haller.

Intensivmedizin
Das Zentrum für Intensivmedizin kümmert sich 365 Tage im Jahr um schwer- und schwerstkranke Patientinnen und Patienten.
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