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ZIPAS-KSW – das innovative Ausbildungskonzept

Lernende und Studierende aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen und Bildungsstufen betreuen unter Supervision im interprofessionellen Team Patientinnen und Patienten. ZIPAS-KSW soll langfristig auf unterschiedliche Stationen, Fachbereiche und Gesundheitssettings ausgeweitet werden.

Wie ist die ZIPAS-KSW gestartet?

Die Lernenden und Studierenden auf der ZIPAS-KSW starteten extrem motiviert und engagiert. Ihre Lernkurve in der ersten Woche war sehr steil. Es war spannend, zu sehen, wie sie sich als Team formierten und täglich ihre Prozesse hinterfragten und anpassten. Natürlich waren in der ersten Woche auch noch Unsicherheiten spürbar, und das Facilitatoren-Team war gefordert, sich nicht zu stark einzubringen und doch Sicherheit zu vermitteln.

Wie hat sich die ZIPAS-KSW seither entwickelt und etabliert?

Die Entwicklung der Lernenden und Studierenden zu sehen, war eine wahre Freude. Die ersten beiden Wochen waren geprägt von den Themen «Wie können wir gut zusammenarbeiten?», «Wo können wir voneinander profitieren?», «Was müssen wir in unseren Prozessen verändern?» und «Wie können wir effizient arbeiten?». Die Lernenden und Studierenden wollten für die Patienten immer das Beste herausholen. In der dritten und vierten Woche war spürbar, wie das Team sich formierte, Hand in Hand arbeitete und viel vom interprofessionellen Setting profitieren konnte.

Wie geht es dem ZIPAS-Team vor Ort?

Die Lernenden und Studierenden schätzen es sehr, dass alle Professionen (Pflege, Physiotherapie und Ärzte) im selben Stationszimmer arbeiten und immer vor Ort sind. Dies macht die Wege kurz, und alle sind immer auf demselben Wissensstand.

Welche Erfahrungen nehmt ihr aus dem Pilotprojekt für zukünftige ZIPAS-KSW-Durchführungen mit?

Insgesamt war die erste Durchführung eine tolle und bereichernde Erfahrung. Ich bin tief beeindruckt, wie sich die Lernenden und Studierenden, aber auch die Facilitatoren auf dieses Projekt eingelassen haben und welche Entwicklung jede/-r Einzelne gemacht hat. Als Ausbildende vermitteln wir häufig Wissen und Erfahrungen. Als Facilitator/-in auf der ZIPAS-KSW ist es jedoch wichtig, sich zurückzunehmen und die Lernenden und Studierenden ihre Erfahrungen machen zu lassen. Das ist sicher eine Herausforderung, aber auch eine spannende Erfahrung. Denn dadurch haben die Lernenden und Studierenden die Möglichkeit, frei zu denken und aus den gewohnten Mustern und Rollenbildern auszubrechen. Ich persönlich wünsche dem ZIPAS-KSW-Team, dass es diese Erfahrungen in des Alltag mitnehmen kann und dort kleine Veränderungen anstösst.


ZIPAS kurz erklärt

Lernende und Studierende aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen und Bildungsstufen betreuen unter Supervision im interprofessionellen Team Patientinnen und Patienten. ZIPAS-KSW soll langfristig auf unterschiedliche Stationen, Fachbereiche und Gesundheitssettings ausgeweitet werden.

Pilotprojekt

Die erste interprofessionelle Ausbildungsstation am KSW startete als Pilotprojekt vom 19. Oktober bis 13. November 2020 im Departement Medizin, 1. Stock. Die zweite Pilotdurchführung ist für Mai 2021 geplant.

Das Konzept

Das Konzept ZIPAS haben das Careum Bildungszentrum, die Careum Stiftung, die Medizinische Fakultät der Universität Zürich, das Universitätsspital Zürich, das Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen und das Departement Gesundheit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften gemeinsam entwickelt.