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Institut für Labormedizin – eine Million Tests pro Jahr

Testen, testen, testen!

Im Institut für Labormedizin am KSW werden pro Jahr über eine Million Tests durchgeführt – seit März 2020 auch viele SARS-CoV-2-Tests. Voraussetzung dafür sind ein grosses Fachwissen, technische Fähigkeiten, die richtige Infrastruktur und eine gute Portion Innovationskraft.

Hochkonzentriert pipettiert Ashley Hansen die Abstrichproben. Dabei sitzt die Biomedizinische Analytikerin an einer speziellen Werkbank, die mit einer Plexiglasscheibe versehen ist. Zusätzlich trägt sie eine Schutzausrüstung bestehend aus einer Schutzbrille, einer Schutzmaske, Handschuhen und einem Einwegmantel.

Die Szenerie erinnert ein bisschen an einen Science-Fiction-Film und macht klar, welch hohe Anforderungen ans Testen im Labor gestellt werden. Ashley Hansen ist eine von sechs Fachpersonen, die am Institut für Labormedizin im KSW die Corona-Tests durchführen.

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Ashley Hansen ist eine von sechs Fachpersonen, die am Institut für Labormedizin im KSW die Corona-Tests durchführen.

Die «Corona-Spezialeinheit»

Dr. sc. Alexander Wepf ist Direktor des Instituts. Unter seiner Leitung führt das gut 40-köpfige Fachteam jährlich über eine Million Tests durch – von Routineanalysen bis hin zu komplexen Untersuchungen. Im KSW sind die drei wichtigsten labormedizinischen Bereiche unter einem Dach vereint: die Klinische Chemie, die Hämatologie und die Mikrobiologie – ein Vorteil für alle Beteiligten, wie Dr. Wepf betont.

Sehr schnell werden im Gespräch mit dem 39-Jährigen seine Leidenschaft für den Beruf, seine Faszination an den technologischen Möglichkeiten und seine Freude an der interdisziplinären Zusammenarbeit deutlich. Dieser optimalen Kombination ist es zu verdanken, dass das KSW schon im März 2020 die SARS-CoV-2-Testung anbieten konnte. Seither führt eine sechsköpfige «Spezialeinheit» die hochsensiblen PCR-Tests und seit Mitte Mai auch Antikörpertests durch.

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Museumsstück als Glücksfall

Die manuelle Corona-Testung erfolgt in einem Drei-Schritte-Prozess, der viel Fachwissen, die passende Infrastruktur und die richtigen Geräte erfordert. Sechs institutseigene Fachleute brachten das nötige Wissen und die technischen Fähigkeiten mit. Mit grosser Hartnäckigkeit besorgte Dr. Wepf die schwer erhältlichen, aber für den Test erforderlichen labormedizinischen Produkte.

Zudem konnten zwei ausrangierte Geräte wieder in Betrieb genommen werden – Dr. Wepf hatte es beim Umzug vor rund zwei Jahren nicht übers Herz gebracht, die in die Jahre gekommenen, aber noch funktionstüchtigen Geräte zu entsorgen.

Er lagerte sie in einem leerstehenden Raum ein, der seither als «Museum» bezeichnet wird. Dieses Museum ergab die passende Infrastruktur, und die «Museumsstücke» waren die geeigneten Geräte, sodass im März 2020 die SARS-CoV-2 Testung am KSW eingeführt werden konnte – ein innovativer Kraftakt.


Corona-Testung in drei Schritten

1. Extraktion des viralen Erbguts (RNA)
Ashley Hansen bereitet die Proben für die RNA-Extraktion vor. Sie kann gleichzeitig bis zu 30 Proben bearbeiten.

2. Plattenkonfiguration
Die extrahierten Proben und weitere Reagenzien werden in die Reaktionsplatte pipettiert.

3. Amplifikation (Vervielfältigung)
Mit der sogenannten Polymerasekettenreaktion (PCR) wird ein Teil des Erbguts des Virus vervielfältigt und mittels Fluoreszenz detektiert.

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Schnelle Resultate sind wichtig

Interview mit Dr. sc. Alexander Wepf, Direktor und Laborleiter Institut für Labormedizin

Seit Ende März 2020 führen Sie im KSW SARS-CoV-2-Tests durch. Was sind die Vorteile einer Inhouse-Lösung?

Auf der einen Seite entfällt der logistische Aufwand durch das Einsenden der Proben ans Institut für Virologie. Auf der anderen Seite konnten wir dank eigener Testung die Wartezeit bis zum Vorliegen des Resultats markant verkürzen. Wichtig ist aber auch der Punkt, dass wir aus den eigenen Analysen viel mehr herauslesen können, als wenn wir lediglich von externer Seite erfahren, ob die Probe positiv oder negativ war.

Wie viele Tests haben Sie in Spitzenzeiten durchgeführt?

In den Spitzenzeiten führten wir täglich gegen 100 Tests durch, wobei die Anzahl in den ersten Wochen durch die prekäre Situation in Bezug auf die Lieferung der Reagenzien limitiert war. Uns ging es aber nicht primär um die Menge, sondern darum, die Tests flexibel und innerhalb einer absehbaren Zeit zur Verfügung zu stellen.

Inzwischen haben wir auch einen Teil der schon in einer frühen Phase bestellten Schnelltests erhalten und können nun je nach Dringlichkeit manuell oder automatisiert testen. Für ein effizientes Patientenmanagement ist die schnelle Verfügbarkeit der Resultate vor allem bei hospitalisierten Patienten wichtig. Seit Mitte Mai können wir am KSW auch den Antikörpertest durchführen.

Labormedizin
Von Routineanalysen bis zu komplexen Untersuchungen führen wir verschiedene Tests durch.
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