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Medizin und Mythologie

Achilles – der fast unverwundbare Heros

Achilles oder Achilleus ist die Hauptfigur einer Sage der griechischen Mythologie. Er ist der (fast) unverwundbare Heros, Hauptheld der «Ilias» von Homer und in der Moderne bekannt aus dem Film «Troja».

Achilles musste im Trojanischen Krieg bereits in jungen Jahren sein Leben lassen. Dieser Krieg ist unter anderem bekannt wegen des geschickten Schachzugs der Griechen mit dem Trojanischen Pferd, das noch heute als Metapher für eine List steht.

Aber zurück zu Achilles: Seine Mutter Thetis tauchte den jungen Burschen in den Unterweltfluss Styx, der ihn unverwundbar machte. Einzig seine Ferse blieb vom Wasser unbenetzt und damit verwundbar.

Jahre später begann der Trojanische Krieg: Dieser wurde durch die Entführung der Helena durch Paris ausgelöst, den Sohn des trojanischen Königs. Achilles kämpfte an der Seite der Griechen im Krieg, der für Troja den Untergang bedeuten sollte.

Neun Jahre lang passierte nicht sonderlich viel – im zehnten Kriegsjahr jedoch eskalierte ein Streit mit Agamemnon, woraufhin Achilles sich entschied, dem Krieg fortan fernzubleiben – mit erheblichem Nachteil für die Griechen.

Während Achilles’ Abwesenheit starb einer seiner Freunde im Krieg. Achilles schwor ihm, an Hektor, dem Mörder, Rache zu nehmen. Hektor, der Sohn des Königs, wurde also von Achilles getötet.

Paris, Hektors jüngerer Bruder, wollte wiederum den Tod seines Bruders rächen und schoss Achilles einen vergifteten Pfeil von Apollon in die Ferse – seine einzige verwundbare Stelle. Und so fand der fast unverwundbare Achilles sein Ende in Troja, wie es schon mehrfach prophezeit worden war.

Doch sein Name lebt bis heute weiter, zumindest in der Anatomie des Menschen. Die gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels in der Ferse ist nach ihm benannt: die Achillessehne. Glücklicherweise ist eine Verletzung wie beispielsweise der Achillessehnenriss heute kaum mehr lebensgefährlich und sowohl konservativ als auch operativ sehr gut behandelbar.

Aphrodite – die Göttin der Liebe und der Lust

Eine der zwölf olympischen Gottheiten, die Göttin der Liebe und der sinnlichen Begierde, ist Aphrodite, die schönste aller Göttinnen.

Entstanden aus dem Genital des Uranos (Himmel), das ins Meer fiel, ist diese Gottheit eine wesentliche Figur in der griechischen Mythologie. Manchmal wird sie als Tochter des Zeus, manchmal als aus einem Ei geschlüpfte und von Tauben ausgebrütete Frau dargestellt, doch eines bleibt stets gleich: Sie steht für die Gestalt gewordene Schönheit.

Sie ist die Frau von Hephaistos, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst, pflegt jedoch mehrere Liebschaften mit Sterblichen und Unsterblichen, so unter anderem mit dem Kriegsgott Ares, von dem sie mehrere Kinder bekommt.

Doch die Liebe mehrerer Götter und Männer reicht ihr nicht: Sie will sicherstellen, dass sie die Schönste im Olymp ist. Deshalb stellt sie sich mit Hera und Athene dem Urteil von Paris, der entscheiden soll, welche von ihnen denn nun die Schönste sei.

Jede der Göttinnen versucht den Trojaner zu bestechen. Aphrodite wird mit ihrem (von Erfolg gekrönten) Versuch den Trojanischen Krieg auslösen: Sie bietet Paris die schönste Frau der Welt an, weshalb er sich für sie entscheidet. Darauf folgt die Entführung der Helena und damit der Beginn des Krieges zwischen Troja und den Griechen.

Doch nicht nur in der griechischen Mythologie, sondern auch in der Medizin hat Aphrodite ihre Finger im Spiel, und das noch heute: Der Begriff Aphrodisiaka geht auf sie zurück. Er beschreibt Pflanzen und Kräuter, welche die Belebung oder Steigerung der Libido zur Folge haben sollen.

Denn bereits zu Aphrodites Zeiten waren ihr einige Kräuter und wohlduftende Pflanzen mit erotisierender oder berauschender Wirkung geweiht, so beispielsweise Alraune, Sauerampfer und Safrankrokus. Heute spricht man unter anderem Ingwer, Kaffee, Catuaba, aber auch Drogen wie Cannabis und Alkohol eine aphrodisierende Wirkung zu.