Urologie

Pioniere in Sachen Da-Vinci-Roboter

Als sogenannte minimal-invasive Methode wird in der Urologie weltweit zunehmend der Da-Vinci-Roboter eingesetzt. Die erste roboterassistierte Operation in der Schweiz wurde 2002 von Professor John durchgeführt. Er gilt als Schweizer Pionier der Robotik in der Urologie und hat am KSW ein hochspezialisiertes Team aufgebaut.

Seit 2012 verfügt die Klinik für Urologie mit dem Da-Vinci-Roboter über ein eigenes, roboterunterstütztes Operationssystem. Dieses Robotikprogramm ist schweizweit führend und hat einen einmaligen Erfolg.

Der Da-Vinci-Roboter ermöglicht maximale Präzision und Sicherheit bei urologischen Eingriffen.

Modernste Robotertechnik im Operationssaal

Die Da-Vinci-Robotertechnik maximiert die Vorteile der minimalinvasiven Schlüsselloch-Chirurgie. Sie bietet dem Operateur dank 3D-Monitor eine optimale Sicht und volle Bewegungsfreiheit. Die Instrumentenführung ist maximal abgesichert.

In der Klinik für Urologie nutzen wir die Vorteile des Da-Vinci-Systems bei der Prostataentfernung (radikale Prostatektomie) und bei weiteren urologischen Eingriffen routinemässig. Jährlich werden am KSW von der Klinik für Urologie 200 Eingriffe mit dem Da Vinci durchgeführt. Insgesamt sind dies schon über 1000 Eingriffe.

 

Vorteile der roboterunterstützten Chirurgie

Der Da-Vinci-Telemanipulator bietet maximale Sicherheit und Präzision. Die Operateurin oder der Operateur sitzt an der Steuerkonsole und bedient mehrere Pedale sowie zweifingrige Instrumentengriffe. Sensoren schicken die Informationen über den Computer an die drei Instrumentenarme. Dabei schaltet der Tremor-Filter jedes noch so kleine Zittern der menschlichen Hand aus. Patientinnen und Patienten erholen sich deutlich schneller durch dieses gewebeschonende Verfahren.

Von einer Operation mit dem gewebeschonenden Da-Vinci-Roboter erholen sich die Patientinnen und Patienten deutlich schneller.

Robotik-Pionier am KSW

Mit Prof. Dr. med. Hubert John leitet ein Pionier der Roboterchirurgie ein Team aus ausgewählten Spezialisten. Seit 2002 hat er über 2000 eigene roboterunterstützte urologische Eingriffe durchgeführt. Kevin Horton unterstützt als absoluter Spezialist das Team im technischen und organisatorischen Bereich. Heute führt das Team mit dem Da-Vinci-Roboter bis zu 3 Eingriffe pro Tag durch.

Einsatz der Da-Vinci-Technologie

Bei folgenden Eingriffen hat sich die Da-Vinci-Technologie besonders bewährt. Hier setzen unsere spezialisierten Chirurgiennen und Chirurgen den Operationsroboter mittlerweile routinemässig ein:

  • Vollständige Prostataentfernung bei Prostatakrebs
  • Vollständige Blasenentfernung bei Blasenkrebs
  • Blasenersatz (Urostoma oder Ersatzblase)
  • Nieren-Teilresektion bei Nierentumoren
  • Pyelonplastik bei Nierenbeckenabgangsenge (Ureterabgangsenge)
  • Vesikovaginale Fistelsanierung (Blasen-Scheiden-Fistel)
  • Sakrokolpopexie (Korrektur einer Blasensenkung mit Restharnbildung)
  • Nieren- und Harnleiter-Entfernung bei Nierenbecken- oder Harnleiterkrebs
  • Harnleiter-Neuimplantation in die Harnblase bei Engstelle oder Krebs

 

Da Vinci in Forschung und Wissenschaft

Unsere Arbeit mit dem Da-Vinci-Operationsroboter werten wir laufend qualitativ und quantitativ aus. Die Auswertungen stossen an Kongressen und in der Fachpresse regelmässig auf grosses Interesse.

In unserem aktuellsten Studienprojekt transplantieren wir an der Klinik für Urologie europaweit erstmalig Nerven bei jungen Patienten mit aggressivem Prostatakrebs. Das Ziel ist, die Potenz wiederherzustellen.


Patienteninformationen

In den angefügten PDF finden Sie Informationen zu verwandten Themen:

PDF: Physiotherapie nach Prostataoperation 
PDF: Prostatakrebs und Ernährung