Radio-Onkologie

Medizinphysik

Die Medizinphysik am Kantonsspital Winterthur ist in verschiedenen Bereichen an der Schnittstelle zwischen Medizin, Physik, Technik und Patient involviert.

Als Medizinphysiker in der Radio-Onkologie bearbeitet man viele unterschiedliche Gebiete. Beispielsweise plant und simuliert man die Bestrahlung mittels spezieller Programme und verifiziert diese anschliessend.

Wird ein neues Bestrahlungsgerät beschafft wird dieses zuerst physikalisch ausgemessen. Diese Daten dienen einerseits der späteren Überprüfung des Bestrahlungsgerätes, liefert aber auch  die nötigen Daten für die Therapieplanung.

Nachfolgend ist eine Vermessung mit einem Wasserphantom einer solchen Anlage gezeigt.

Eine wohnortnahe Radiotherapie ist für die Patienten wichtig. Aus diesem Grund betreibt die Radio-Onkologie des KSW auch das im Jahr 2014 eröffnete  Zentrum für Radiotherapie in Rüti. Dieses Zentrum wird ebenfalls von unserer Medizinphysikgruppe betreut.

Die Fachstelle für Strahlenschutz am KSW wird von Medizinphysikern betrieben und ist für den Strahlenschutz im ganzen Spital verantwortlich. Neben der Erstellung von Strahlenschutzplänen und Rechnungen, gehören Strahlenschutzmessungen, Personendosimetrie, Signaletik und die Fortbildung des dosisüberwachten Personals zu diesem vielfältigen Aufgabengebiet.

Ein weiteres Fachgebiet, welches die Medizinphysik bearbeitet, ist der Bereich des Art. 74 StSV.  Im Rahmen einer Dienstleistung werden hier das KSW sowie mehrere andere Spitäler betreut.

Eine unabhängige Kontrolle durch die Medizinphysik soll gewährleisten, dass die Herstellereinstellungen an den verschiedenen Geräten der Radiologie und Nuklearmedizin korrekt sind.

Die Weiterbildung des Personals bei der Anwendung ionisierender Strahlen spielt dabei eine wichtige Rolle. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die Dosisreduktion  bei  bildgebenden, radiologischen Untersuchungen gelegt. Der Schutz von Personal und Patienten vor unerwünschter Strahlung soll durch geeignete Hilfsmittel erreicht werden.

Wie wird man Medizinphysiker?

Voraussetzung ist ein Universitätsstudium, vorzugsweise in Physik. Entsprechend der bisherigen Ausbildung entscheidet die Fachanerkennungskommission über die Anerkennung der vorliegenden Ausbildung.

Die Ausbildung zum Medizinphysiker oder zur Medizinphysikerin umfasst Lehr- und Erfahrungsinhalte bis zur Erlangung der Fachanerkennung. Der theoretische Teil kann beispielsweise als Nachdiplomstudium Medizinphysik erfolgen.

Eine separate Ausbildung im Strahlenschutz bedarf eines vom Bundesamt für Gesundheit anerkannten Strahlenschutzkurses.

Anschliessend, abhängig von der bisherigen praktischen Tätigkeit, erfolgt eine 3 jährige praktische und theoretische Weiterbildung an einem Spital mit der Unterstützung eines Mentors.

Abhängig von der bisherigen Ausbildung erfolgt eine schriftliche und / oder mündliche Prüfung, vor der Prüfungskommission. Bei einem erfolgreichen Abschluss führt dies zum Erwerb der Fachanerkennung der SSRMP.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Internetseite der SGSMP (http://www.sgsmp.ch/)

Mitarbeiter Medizinphysik

Leitung

Dr. Bruno Schnekenburger
Medizinphysiker SGSMP

bruno.schnekenburger@ksw.ch

Medizinphysiker

Helmut Härle
Medizinphysiker SGSMP

helmut.haerle@ksw.ch

 

Dr. Cezarina Negreanu
Medizinphysikerin SGSMP

cezarina.negreanu@ksw.ch

 

Clivio Alessandro
Medizinphysiker SGSMP

alessandro.clivio@ksw.ch

 

Olaf Sommer
Medizinphysiker

olaf.sommer@ksw.ch

 

Dr. Enrico Barletta
Medizinphysik

erenrico.barletta@ksw.ch

Medizintechniker

Dosimetristin