Notfallstation

Die drei Behandlungspfade im Notfall

Nachdem der Oberarzt den Schweregrad einer Verletzung oder Krankheit eingestuft hat, wird jeder Patient möglichst rasch in Bezug auf die Schwere der Erkrankung oder Verletzung beurteilt und einem der nachfolgenden Behandlungspfade zugewiesen:

Die drei Behandlungspfade

  • Pfad 1, lebensbedrohliche Situation

    a. Chirurgische Patienten
    Chirurgische Patienten kommen umgehend in den Schockraum der Notfallstation. Die Station ist bereits von der REGA oder vom Notarzt/Ambulanz informiert. Bei direkt in die Notfallstation gekommenen Patienten entscheidet der Notfallmanager (Oberarzt) über die Verlegung in den Schockraum (Hochstufung von Pfad 2 zu Pfad 1).

    b. Medizinische Patienten
    Medizinische Patienten kommen umgehend in den Schockraum und werden nach erfolgter primärer Stabilisierung und Abklärung durch das interdisziplinäre Team der notwendigen Behandlung zugeführt (z. B. Koronarangiografie, Stroke-Unit, Intensivstation).

  • Pfad 2, mittelschwere und schwere Verletzungen und Erkrankungen

    Auf dem Pfad 2 behandelt die Notfallstation Patienten mit ernsthaften Verletzungen und Beschwerden, die im Liegen behandelt werden müssen. Ob ein Patient zu Pfad 2 oder 3 gehört, entscheidet die Gruppenleitung unter Absprache mit dem Notfallmanager oder dem Kaderarzt der Medizin.

  • Pfad 3, leichtere Beschwerden – Notfallpraxis

    Leichte Erkrankungen oder Verletzungen, die mit grosser Wahrscheinlichkeit ambulant behandelt werden können, gehören in den Pfad 3. Sie werden je nachdem in der Notfallstation oder Notfallpraxis schnell versorgt. Das Ziel beim Pfad 3 ist die Abklärung und die Entlassung des Patienten innerhalb einer Stunde nach dem Eintritt. Ob ein Patient in diesen Pfad 3 gehört, entscheidet die Notfallstations-Schichtleitung mit dem Notfallmanager oder dem Kaderarzt Medizin.