Osteoporosefrakturen am Becken – schmerzarme Frühmobilisation dank minimalinvasiver Operationsverfahren

Beckenfrakturen im Alter, sogenannte Osteoporosefrakturen, auch fragility fractures of the pelvis (FFP) genannt, finden in der Traumatologie zunehmend Beachtung. Die meisten dieser Verletzungen werden nach wie vor erfolgreich konservativ therapiert. Bei schmerzbedingt deutlich eingeschränkter Mobilisierbarkeit und/oder radiologisch dokumentierter Instabilität des Beckenrings ist eine konservative Therapie jedoch nicht erfolgversprechend und kann zu zunehmender Dislokation und Substanzverlust führen. Solche invalidisierenden Verläufe können durch eine engmaschige Verlaufskontrolle und eine allfällige frühzeitige operative Stabilisierung verhindert werden. Mit einem minimalinvasiven Verfahren wie der perkutanen transiliosakralen Verschraubung des ersten und/oder zweiten Sakralwirbels (s. Abb.) werden die Schmerzen unmittelbar postoperativ deutlich reduziert, die Mobilisation der Patienten unter Vollbelastung ermöglicht und die Selbständigkeit erhalten.

Abb. 1A: Intraoperative Bildwandlerkontrolle (Outlet-Projektion) einer kombinierten Verschraubung von S1 und S2.

Abb. 1B: Gleicher Patient wie 1A, jedoch Inlet-Projektion.

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