Tumorzentrum Winterthur

Diagnostik

Viele Kliniken und Institute sind wesentlich an der Diagnosestellung und Stadieneinteilung (staging) der Krebserkrankungen beteiligt. Das nach ISO 9001:2015 zertifizierte Tumorzentrum koordiniert diese interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Wichtige Mitwirkende sind:

  • Innere Medizin

    Häufig wird die Diagnose anlässlich einer Abklärung im Departement Medizin gestellt. Ausserdem führt die Innere Medizin längere Chemotherapien durch. Auch in der interdisziplinären Notfall- und Intensivstation stellen sich Fachleute tagtäglich ganz in den Dienst der Patientinnen und Patienten. Für das Tumorzentrum besonders wichtige Subspezialitäten der Inneren Medizin sind:

    • Gastroenterologie und Hepatologie
    • Pneumologie

    Gastroenterologie und Hepatologie

    In der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie klären Spezialisten sämtliche bösartigen Erkrankungen des Magen-Darmtraktes einschliesslich der Leber, der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse ab und behandeln die Patientinnen und Patienten. Die verfügbaren Techniken umfassen unter anderem

    • Oesophago-Gastro-Duodenoskopie
    • Kolonoskopie
    • Kapselendoskopie, Single Ballon Enteroskopie
    • ERCP, Cholangioskopie
    • Endosonographie
    • Ultraschall

    Krebs kann die Gefässe, Darmabschnitte oder Gallen/Pankreasgänge verschliessen. In diesem Fall ist die Einlage von Stents möglich.

    Detaillierte Informationen zum Fachbereich Gastroenterologie und Hepatologie

    Pneumologie

    Die Spezialisten der Pneumologie diagnostizieren und behandeln sämtliche bösartigen Erkrankungen der Luftwege. Neben der konventionellen Bronchoskopie arbeiten sie auch mit einem modernen endobronchialen Ultraschall (EBUS). Damit können die Fachleute auch Tumore biopsieren, die sie bisher nicht erreichen konnten. Bei Verschlüssen der Atemwege lassen sich in Zusammenarbeit mit der Radiologie Stents einlegen.

    Detaillierte Informationen zum Fachbereich Pneumologie

  • Pathologie

    Das Institut für Pathologie bietet eine morphologische Diagnostik aller Tumoren an, wobei zusätzliche molekulare Untersuchungen in Zusammenarbeit mit anderen (universitären) Instituten ermöglicht werden. Die Diagnostik kann sowohl an Gewebeproben (Histologie) als auch an Einzelzellen (Zytologie) erfolgen.

    Detaillierte Informationen zum Institut für Pathologie

  • Radiologie

    Zur Diagnose, Stadieneinteilung und Therapiekontrolle bösartiger Tumoren bietet das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin Untersuchungen mit allen modernen bildgebenden Modalitäten an. Dazu zählen:

    • Computertomographie (CT)
    • Magnetresonanz (MRI)
    • Ultraschall (US)
    • Mammografie
    • Positronen-Emissions-Tomographie [PET]
    • Single-Photonen-Emissions-Tomographie (SPECT)
    • Szintigrafie

    Neben der reinen Bilderzeugung besteht im CT, MRI, US und in der Mammografie die Möglichkeit, gezielte diagnostische Punktionen zur Artbestimmung der Tumoren durch das Spezialistenteam der Radiologie durchführen zu lassen.

    Detaillierte Informationen zum Institut für Radiologie und Nuklearmedizin

  • Labormedizin

    Das Institut für Labormedizin führt wichtige Abklärungen im Blut, Urin oder Knochenmark durch. Insbesondere können Knochenmarksuntersuchung zur Diagnose von Lymphdrüsenkrebs und Leukämien beitragen. Die Laboratorien verfügen über ein FACS-Gerät. Damit gelingt es dem Fachteam, auch sehr geringe Tumoranteile zu erkennen. Im Blut lassen sich unter anderem Tumormarker zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs bestimmen.

    Detaillierte Informationen zum Institut für Labormedizin

    Therapie

    Bösartige Tumoren lassen sich auf ganz verschiedenen Stufen behandeln. Entscheidend ist eine gute vorgängige Diagnose. Ebenso wichtig ist, dass das behandelnde Team zusammen mit den Patientinnen und Patienten das Therapieziel festlegt. Wenn immer möglich, streben sie eine Heilung an. Bei Patienten, bei denen dies nicht möglich ist, kommt eine palliative Behandlung in Frage. Sie hat das Ziel, Tumorsymptome zu lindern und das Tumorwachstum zu stoppen. Diese Fragen besprechen und diskutieren die Spezialisten des Tumorzentrums ausführlich mit dem Patienten oder der Patientin. Im Sinn einer ganzheitlichen Behandlung bietet das Tumorzentrum neu eine umfassende Ernährungsberatung, eine psycho-onkologische Betreuung und Physiotherapie an.