Gefässzentrum

Diagnose und Therapie von Gefässkrankheiten

Im Gefässzentrum bündeln seit November 1998 die Spezialisten für Gefässkrankheiten ihre Kompetenzen. Sie stellen eine hochstehende Qualität in der Diagnose und Therapie sicher. Die flache Hierarchie und gute Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und Instituten ergeben für die Patienten die bestmögliche Versorgung und Betreuung.

Diagnostik

Zur Abklärung einer Gefässkrankheit stehen zwei verschiedene Diagnostikarten zur Verfügung:

  • Nicht-invasive Abklärungen
    • Dopplerverschlussdruckmessung (Vergleich der Blutdrücke an Fuss und Arm)
    • Segmentale und akrale Oszillographie (misst die arterielle Durchblutung von aussen)
    • Photopletysmographie (misst das Blutvolumen in den Venen)
    • Farbdoppler-Sonographie (Ultraschalluntersuchung des Blutflusses)
    • Kapillarmikroskopie (optischer Untersuch der Kapillaren am Nagelfalz)
    • Spiral-Angio-CT (Mehrzeilenscanner gibt ein dreidimensionales Bild)
    • MR-Angiographie oder MR-Phlebographie (MR zur Beurteilung der Venen)
  • Invasive Abklärungen
    • Arteriographie inklusive CO2-Angiographie ohne herkömmliches Kontrastmittel
    • Phlebographie/Cavographie

KSW Gefaesszentrum

Therapie

Patienten mit Erkrankungen der Blutgefässe (Arterien, Venen, Lymphgefässe) werden im Gefässzentrum kompetent behandelt. Die Behandlungsmöglichkeiten gliedern sich in folgende drei Arten:

  • Konservative Therapie
    • Kontrolle und Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren
    • Selbstständiges Gehtraining / supervidiertes Gehtraining (Angiofit)
    • Beratung bezüglich konservativen Therapieverfahren bei Venenleiden
  • Interventionelle Therapien
    • perkutane transluminale Angioplastie (PTA) von Stenosen und Verschlüssen der Extremitätenarterien, von viszeralen Gefässen, von supraaortalen Ästen und Dialyseshunts
    • perkutane Thrombektomie
    • lokale und lokoregionäre Thrombolysen
    • endovaskuläre Stenteinlagen bei Verschlusskrankheit
    • endovaskuläre Ausschaltung von Aorten- und Iliakalaneurysmen
    • venöse Stenteinlagen
    • perkutane Embolisation von AV-Missbildungen und Aneurysmen
    • minimalinvasive Therapie von Krampfadern
  • Operative Verfahren
    • Carotis-Endarterektomien am wachen Patienten
    • Operation von Aorten-Aneurysmen und Aneurysmen anderer Stellen
    • Bypass-Operationen bei aortoiliakaler Verschlusskrankheit
    • Bypass-Operationen und Endarterektomien bei peripherer Verschlusskrankheit inklusive Rekonstruktionen bis zu den Fussarterien
    • arterielle Thromboembolektomien
    • Operation von Stenosen (Verschlüsse) der Visceralarterien (Leber-Arterien)
    • venöse Thrombektomien bei tiefer Venenthrombose
    • Varizenchirurgie (moderne Stripping-Verfahren, Miniphlebektomie und endoskopische Perforantenchirurgie)
    • Dialyse-Zugänge
    • ambulante Einlage von Port-à-Cath’s in Lokalanästhesie
    • Behandlung des diabetischen Fusses

Moderne Krampfader-Behandlung

Varizen oder Krampfadern lassen sich heute schonend behandeln. Ein Schnitt in der Leiste oder Kniekehle entfällt, auch wird nicht mehr gestrippt (Vene stückchenweise entfernt). Stattdessen werden kranke Venenabschnitte durch Hitze zusammengeschrumpft und dadurch sicher verschlossen. Den Hitzekatheter führt der Gefässchirurg unter örtlicher Betäubung und Ultraschallkontrolle durch Punktion in die Vene ein. Beim Zurückziehen wirkt sich die Hitze auf die Venenwand aus. Dadurch zieht sich die Vene zusammen und behebt das Problem, dass venöses Blut zurückfliesst oder sich staut. Seitenäste der Vene entfernt der Operateur dann herkömmlich mit der Häkchen-Methode.

Patienteninformation

Broschüre Endovenöse Therapie von Krampfadern (PDF)