Anästhesiologie

Unser Spektrum

Anästhesie-Sprechstunde

Unsere Anästhesieärztinnen und -ärzte besprechen mit den Patientinnen und Patienten das geplante Narkoseverfahren, dessen Risiken und weitere Fragen rund um die Operation zu einem für sie passenden Zeitpunkt. Wir wählen zusammen mit den Patientinnen und Patienten anhand der vorliegenden Untersuchungen und Befunde die individuell optimale Narkoseart und planen bei Bedarf die weiterführende Schmerztherapie.

Falls notwendig werden gezielt weitere Abklärungen zum Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten veranlasst. Fragen im Zusammenhang mit einer Narkose beantworten wir gerne im persönlichen Gespräch.

Präoperative anästhesiologische Visite

Die präoperative medizinische Beurteilung durch uns erfolgt in der Anästhesiesprechstunde oder – falls nicht möglich – auf der Abteilung oder der Notfallstation. Hier wählen wir zusammen mit der Patientin oder dem Patienten  das optimale Anästhesieverfahren aus und stehen für sämtliche Fragen in diesem Zusammenhang gerne zur Verfügung.

Anästhesie und anästhesiologische Überwachung

Mit unserem hochspezialisierten Team führen wir pro Jahr mehr als 17‘000 Anästhesien durch. Wir bieten für die am KSW durchgeführten Eingriffe das gesamte Spektrum modernster anästhesiologischer Leistungen an. Während der Anästhesie betreuen wir unsere Patientinnen und Patienten kontinuierlich, individuell und passen die Narkose exakt den jeweiligen Bedürfnissen an.

  • Allgemeinanästhesie («Vollnarkose»)

    Die Allgemeinanästhesie führt zum vollständigen Bewusstseinsverlust und zur totalen Schmerzfreiheit während des Eingriffs. Die verwendeten Substanzen werden in der Dosierung exakt auf die jeweilige Person abgestimmt und während der Narkose anhand der ermittelten Werte ständig angepasst.

  • Regionalanästhesie («Teilnarkose»)

    Ca. 40 % der am KSW durchgeführten Anästhesien sind Regionalanästhesien. Bei einer Regionalanästhesie werden einzelne Nerven oder Nervengruppen reversibel betäubt. Das heisst, es findet eine zeitlich begrenzte Gefühls- und Schmerzausschaltung in einem vordefinierten Körperareal statt.

    Meistens führen wir die Nervenblockaden ultraschallgesteuert durch. Das bedeutet, dass wir ein Ultraschallgerät zu Hilfe nehmen. Dieses ermöglicht es uns, die Position der Injektionskanüle zu überprüfen und das Medikament zur Nervenblockade ganz exakt und unter Sicht an den Bestimmungsort zu platzieren.

    Auch während einer Operation in Teilnarkose ist immer ein Mitglied des Anästhesieteams ständig an der Seite der Patientinnen und Patienten. Wenn diese es wünschen, können sie während des Eingriffes zur Ablenkung über Kopfhörer Musik hören oder wir verabreichen ihnen zur Komfortsteigerung zusätzlich ein Medikament für einen leichten Dämmerschlaf.

  • Anästhesiologische Überwachung («Stand-by» oder «Monitored Anaesthesia Care»)

    Nicht bei jedem operativen oder interventionellen Eingriff ist eine Anästhesie notwendig. Bei gewissen Eingriffen (z. B. bei kleinen Eingriffen unter örtlicher Betäubung) kann es jedoch in bestimmten Situationen zu akuten Ereignissen wie z. B. zu unerwarteten Kreislaufreflexen, Schmerzen oder Übelkeit kommen. Falls notwendig und auf Verlangen des Operateurs können wir zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten eine kontinuierliche anästhesiologische Überwachung durchführen und so bei Bedarf rasch korrigierend eingreifen.

    Überwachung nach einer Anästhesie

    Nach einer Operation oder Intervention mit Anästhesie werden Patientinnen und Patienten direkt auf die Bettenstation verlegt oder bei Bedarf während der nächsten Stunden im Wachsaal von unserem spezialisierten Wachsaalteam nachbetreut. Bei grossen und komplizierten Eingriffen sowie unvorhergesehenen Komplikationen kann es sein, dass wir die Patientinnen und Patienten zu ihrer Sicherheit auf der Intermediate Care Unit (IMC) oder der Intensivstation (ZIM) nachbetreuen.

    Spezielle Schmerztherapie

    Verschiedene Erkrankungen und Operationen verursachen Schmerzen, die während einigen Tagen sehr ausgeprägt sein können. Hier kommen die sogenannten Schmerzpumpen zum Einsatz: Je nach Situation setzen wir die kontinuierliche Epiduralanalgesie, Katheterverfahren zur Schmerzausschaltung einzelner Nerven oder Nervengeflechte (sog. «Nerven- oder Plexuskatheter») und die intravenöse patienten-kontrollierten Analgesie mit Opioiden (PCA) ein.

    Solange Patientinnen und Patienten eine Schmerzpumpe benötigen, werden sie von den Ärztinnen und Ärzten unseres Schmerzdienstes mitbetreut. Der Schmerzdienstarzt besucht sie täglich, kontrolliert und passt die Behandlung zusammen mit der Patientin oder dem Patienten und den weiteren behandelnden Ärztinnen und Ärzten an.

    Postoperative anästhesiologische Visite

    Nach der Narkose besuchen wir die Patientinnen und Patienten, um mit ihnen den Verlauf zu besprechen und freuen uns über ein Feedback.

    Selbstverständlich können sie auch nach der Operation jederzeit via Stationspflege, per Telefon oder schriftlich erreichen.