Gynäkologie
Spezial- und Pränataldiagnostik
Unser Angebot
So verschieden jede Schwangerschaft verläuft, so individuell ist die Betreuung und Begleitung der werdenden Mütter vom allerersten Ultraschallbild bis zur Niederkunft. Diese umfassende und individuelle Schwangerschaftsbetreuung bietet Müttern und ihren Ungeborenen ein Höchstmass an Sicherheit und Schutz.
Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Kenntnisse über die Entwicklung des ungeborenen Kindes erlauben es uns, viele Probleme, die bei Frühgeborenen und kranken Neugeborenen auftreten können, schon vor der Geburt vorauszusehen und die neonatologische Betreuung einzuleiten.
Als Weiterbildungsklinik für fetomaternale Medizin bieten wir das gesamte Spektrum der Pränataldiagnostik und der speziellen Geburtshilfe an. Mit diesem umfassenden Angebot für spezialisierte Geburtshilfe und Pränataldiagnostik begleiten wir die Patientin bis zur Geburt.
Das spezialisierte Kernteam der Geburtshilfe stellt in der interdisziplinären Schwangerschafts- Sprechstunde die konstante Betreuung bei risikolosen und Risiko-Schwangerschaften sicher.
Ersttrimestertest und NIPT
Frühe Hinweise auf mögliche Besonderheiten
Bereits im ersten Drittel der Schwangerschaft (zwischen der 11. und 14. Woche) kann mit dem Ersttrimestertest das individuelle Risiko für bestimmte Chromosomenveränderungen wie Trisomie 21 (Down-Syndrom), Trisomie 18 oder 13 abgeschätzt werden.
Der Test kombiniert die Ergebnisse einer speziellen Ultraschalluntersuchung (Nackenfaltenmessung beim Kind) mit Laborwerten aus dem mütterlichen Blut sowie weiteren Faktoren wie dem Alter der Mutter. Er gibt keine Diagnose, aber eine Risikoeinschätzung. Fällt das Ergebnis auffällig aus, können weitere Tests folgen – je nach Wunsch der Eltern.
Eine zusätzliche Möglichkeit ist der Nicht-invasive Pränataltest (NIPT). Dabei wird nur eine Blutprobe der Mutter untersucht. In diesem Blut befinden sich kleinste Mengen kindlicher Erbinformation. Der NIPT kann sehr zuverlässig Hinweise auf bestimmte Chromosomenveränderungen wie Trisomie 21, 18 und 13 geben – ganz ohne Risiko für Mutter oder Kind.
Wichtig: Beide Tests liefern keine endgültige Diagnose. Bei auffälligen Ergebnissen beraten wir Sie ausführlich über mögliche weiterführende Untersuchungen wie eine Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie, mit denen eine sichere Diagnose möglich ist.
Auch bei unauffälligem Ergebnis stehen wir Ihnen bei Fragen und Unsicherheiten jederzeit zur Seite – einfühlsam, kompetent und individuell.
Was ist eine Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie?
In manchen Situationen kann es sinnvoll sein, genauere Informationen über das ungeborene Kind zu erhalten – zum Beispiel, wenn bei der Ultraschalluntersuchung Auffälligkeiten gesehen wurden oder bestimmte Risiken bestehen.
Die Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) und die Chorionzottenbiopsie (Untersuchung von Zellen aus der Plazenta) sind zwei Möglichkeiten, um solche Informationen zu gewinnen. Dabei werden mit einer sehr feinen Nadel entweder etwas Fruchtwasser oder Gewebe aus der Plazenta entnommen – natürlich unter ständiger Ultraschallkontrolle. Diese Eingriffe dauern meist nur wenige Minuten.
Aus dem entnommenen Material können Zellen des Kindes untersucht werden, zum Beispiel um bestimmte Chromosomenveränderungen (wie Trisomie 21) oder seltene genetische Erkrankungen zu erkennen oder auszuschliessen.
Wir nehmen uns viel Zeit, um die Notwendigkeit, den Ablauf sowie mögliche Risiken und Vorteile dieser Untersuchungen mit Ihnen ausführlich zu besprechen – ganz individuell und in Ruhe. Denn wichtig ist, dass Sie gut informiert sind und gemeinsam mit uns die für Sie passende Entscheidung treffen können.
Untersuchungen im Überblick
Ersttrimestertest (ETT)
- 11. – 14. Woche
- Ultraschall (Nackenfaltenmessung) und Blutuntersuchung der Mutter
- Ziel: Einschätzung des Risikos für Trisomie 21, 18, 13
Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT)
- ab. 10. Woche
- Blutuntersuchung der Mutter (kindliches Erbmaterial)
- Ziel: Früher, risikofreier Hinweis auf Chromosomenveränderungen
Chorionzottenbiopsie
- ab 11. – 14. Woche
- Entnahme von Plazentagewebe über Bauchdecke
- Ziel: Genetische Diagnostik bei erhöhtem Risiko oder auffälligem Befund
Amniozentese (Fruchtwasserpunktion)
- Entnahme von Fruchtwasser über Bauchdecke
- Ziel: Sichere Abklärung von Chromosomen- oder Erbkrankheiten
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