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Header Jahresbericht Ksw 2021

Veränderung als Prämisse für den Erfolg

Nach 2020 hat auch das vergangene Geschäftsjahr im Zeichen der Pandemie gestanden. Die Infektionswellen wechselten sich mit Phasen der Entspannung ab. Auguren aus der Politik und Epidemiologen haben stets vor einer Überlastung der Gesundheitsversorgung gewarnt. Der Worst Case ist zum Glück ausgeblieben – gleichwohl wurden Spital und KSW-Mitarbeitende strapaziert, da sie den Betrieb laufend an die sich verändernde Pandemie-Situation anpassen mussten und die Behandlung der Patientinnen und Patienten mit COVID-19 aufreibend war.

Trotz grosser Unsicherheiten und Einschränkungen hat das KSW das Jahr 2021 gut gemeistert. Die Zahl der stationär behandelten Patientinnen und Patienten erreichte das Niveau von 2019, dem Jahr vor der Pandemie. Deutlich zugelegt hat 2021 die Zahl der Taxpunkte für ambulante Leistungen, was die Umsetzung der Strategie «ambulant vor stationär» abbildet.

Gute Aussichten: Spitaldirektor Rolf Zehnder (bis 31.04.2022, links) und Franz Studer, Präsident des Spitalrats, im Neubau «didymos».

Das KSW ist stolz darauf, zusätzlich zur ordentlichen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Einzugsgebiet mit der stationären Behandlung von mehr als 800 COVID-19-Patientinnen und -Patienten, rund 53 000 PCR-Tests sowie dem Impf- und Testzentrum einen grossen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie geleistet zu haben. Auf Anfrage der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich haben KSW und Medbase gemeinsam ein Impfzentrum für die Region Winterthur auf die Beine gestellt und bis Ende Jahr 250 000 Impfungen durchgeführt. Das Beispiel zeigt, wie wichtig Netzwerkmedizin und unternehmerischer Handlungsspielraum sind. Darüber hinaus hat das KSW als einer der ersten Anbieter eine interdisziplinäre Long-COVID-Sprechstunde mit Begleitforschung eingerichtet sowie eine Post-COVID-Sprechstunde für unter 18-Jährige.

Die wachsende Organisation des KSW und die Vernetzung mit externen Dienstleistern im Gesundheitswesen erfordern einen erheblichen Aufwand, um mit den Anforderungen einer zeitgemässen Digitalisierung Schritt zu halten und den Anschluss an die moderne Welt nicht zu verpassen. Das KSW hat deshalb den Bereich «Prozessgestaltung und Digitalisierung» geschaffen. Anfang 2021 hat Alexander Nelles dessen Führung übernommen und wurde Mitglied der Spitalleitung. Eines der Projekte, an denen intensiv gearbeitet wurde und wird, ist das neue Klinikinformationssystem. Es soll Mitte 2023 bereitstehen.

Ein weiteres Infrastruktur-Grossprojekt, der Ersatzneubau «didymos», konnte im vergangenen Jahr fertiggestellt und für den Bezug vorbereitet werden. Erfreulich ist, dass sich die Kosten im vorgesehenen Bereich bewegen und es gelungen ist, am Kapitalmarkt eine vorteilhafte Finanzierung zu erreichen.

Ein generelles Ziel des KSW ist, zur Bewältigung von Herausforderungen agiler zu werden – was auch immer die Zukunft bringen mag. Ende 2021 wurde dazu die Führungsorganisation neu aufgestellt. Eine sechsköpfige Geschäftsleitung führt seit dem 1. Januar 2022 unter dem Vorsitz des CEO das Spital und trägt als Team die operative Verantwortung gemeinsam. Die bisherige Spitalleitung wird – ergänzt um zusätzliche Führungspersonen – die Geschäftsleitung als erweiterte Geschäftsleitungskonferenz begleiten. Durch diese Transformation erhält das KSW eine höhere unternehmerische Führungskompetenz und -kapazität.

Allen Mitarbeitenden, die sich engagiert für die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten eingesetzt oder dazu einen Beitrag geleistet haben, sprechen wir unseren grossen Dank aus. Sie sind es, die das KSW ausmachen. Und sie sind es, die es ermöglichen, dass wir Tag für Tag mit grosser Professionalität qualitativ hochstehende medizinische Leistungen für Patientinnen und Patienten aus unserem Einzugsgebiet erbringen können.

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