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Finanzbericht

KSW mit erfreulich gutem Jahresergebnis

Finanziell wirkte sich die Corona-Pandemie 2021 weniger stark aus als im Vorjahr, schlug aber mit rund 7 Mio. CHF Ertragsausfällen und Zusatzkosten negativ zu Buche. Trotzdem erzielte das KSW im Jahr 2021 mit 20 Mio. CHF Gewinn ein gutes Jahresergebnis. Dies auch dank mehrerer Sondereffekte in der Höhe von 7,3 Mio. CHF. Ein Teil des guten Jahresergebnisses des KSW ist auf die Verschiebung von Ausgaben zurückzuführen, die im Jahr 2022 anfallen werden statt im Jahr 2021.

Insgesamt stieg der Aufwand um 3,2%, nämlich von 535,2 auf 552,3 Mio. CHF, während die Erträge um 6,6% von 536,9 auf 572,3 Mio. CHF zunahmen. Der Personalaufwand hat 2021 um 2,7% zugenommen. Gründe dafür waren der Aufbau von über 100 Stellen und ein coronabedingter zusätzlicher Personalaufwand für Überzeitentschädigungen, nicht bezogene Ferien und Corona-Prämien.

Im stationären Bereich stieg der Ertrag um 5,8% von 321,3 auf 339,8 Mio. CHF. Der Ertrag aus dem ambulanten Bereich konnte mit 10,1% noch deutlicher gesteigert werden: von 172,7 auf 190,2 Mio. CHF. Die starke Zunahme der Erträge im Jahr 2021 ist allerdings vor dem Hintergrund der pandemiebedingt niedrigen Patientenzahlen 2020 zu sehen. Im Vergleich zu 2019 sind die durch- schnittlichen jährlichen Wachstumsraten deutlich geringer: 0,7% stationär und 5,3% ambulant.

«Investitionen müssen auch in Zukunft möglich sein.»

Weil die OPS-Kapazitäten im Januar und Februar wegen Corona reduziert werden mussten, verzeichnete das KSW, verglichen mit demselben Zeitraum vor der Pandemie (2019), im stationären Bereich einen Ertragsausfall von 5,8 Mio. CHF. Erst in den Sommermonaten konnte das KSW einige aufgeschobene Behandlungen nachholen. Damit dies möglich wurde, verzichtete das Personal teilweise auf Sommerferien oder verkürzte sie. Dank dieses ausserordentlichen Einsatzes gelang es, im Juli und August über 7% mehr Patientinnen und Patienten als 2019 stationär zu behandeln und einen Mehrertrag von 3,2 Mio. CHF zu erzielen.

Während der fünften Welle von November bis Ende Jahr musste das KSW den Spitalbetrieb wiederum erheblich umstellen: Über 200 Non­-COVID-Patienten konnten nicht behandelt werden. Die dadurch erlittenen Ertragsausfälle wurden jedoch durch die Erträge aus den Behandlungen von COVID-19-Patientinnen und -Patienten grösstenteils kompensiert. Entsprechend begrenzte sich der Ertragsausfall auf 0,5 Mio. CHF.

Gesteigerte EBITDA-Marge und gestärkte Eigenkapitalbasis

Die EBIT-Marge (Betriebsgewinn vor Zinsen) stieg von 0,1% im Jahr 2020 auf 3,2% und die EBITDAR-Marge (Betriebsergebnis vor Mieten, Abschreibungen und Zinsen) von 6,6% auf 7,9%. Die EBITDAR- und EBITDA-Margen 2021 sind wesentlich beeinflusst durch nicht aktivierte Erstausstattungen im Neubau von 7,6 Mio. CHF, was beide Margen um je rund 1,3% senkt. Ohne diese nicht aktivierten Investitionen läge die EBITDA-Marge trotz Corona-Pandemie bei 8,8% statt bei 7,5% (2020: 6,2%).

Wie bereits für 2020 beantragt der Spitalrat auch für 2021, den Jahresgewinn dem Eigenkapital des KSW zuzuweisen, damit das KSW in den nächsten Jahren wesentliche zusätzliche Belastungen tragen kann. Das Eigenkapital erhöht sich somit per 31. Dezember 2021 von 387 Mio. CHF auf 407 Mio. CHF. Die Eigenkapitalquote beträgt per 31. Dezember 2021 57,5%.

Eine Eigenkapitalquote von über 50% erlaubt dem KSW, grössere Investitionen selber zu tragen und auch ein finanziell schwierigeres Jahr zu verkraften. In den zehn Jahren der neuen Spitalfinanzierung hat das KSW einen Gewinn von insgesamt über 200 Mio. CHF erwirtschaftet. Es war deshalb in der Lage, das vom Kanton gewährte Darlehen für das dem KSW übergebene Spitalgebäude sofort abzulösen und die Baurechnungen der ersten Etappe des Neubaus zu bezahlen.

Green Bond für nachhaltigen Neubau

Um die Schlusszahlung des Minergie-P-ECO-Neubaus zu finanzieren, ist das KSW im Herbst 2021 zum zweiten Mal am Kapitalmarkt in Erscheinung getreten. Dabei hat das KSW als erstes Spital in der Schweiz einen Green Bond am Kapitalmarkt platziert. Dank des hervorragenden Ratings von AA+ und der grossen Nachfrage nach nachhaltigen Anlagen konnte die Anleihe über 100 Mio. CHF mit einer Laufzeit von vier Jahren zur niedrigsten Verzinsung platziert werden, die ein Spital in der Schweiz je erhalten hat.


Erfolgsrechnung

1.1.2021 bis 31.12.2021

in TCHF 2021 2020 Differenz zu Vorjahr in % Differenz zu Vorjahr absolut
Betriebsertrag
Erträge stationäre Patienten 339 423 321 307 5,6 18 117
Erträge ambulante Patienten 174 868 172 725 1,2 2 143
Bestandesänderungen aus angefangenen Behandlungen 15 662 18 >100,0 15 644
Andere betriebliche Erträge 39750 41 146 –3,4 –1397
Ertragsminderungen –263 –846 –69,0 583
Verwendung von zweckgebundenen Fonds 907 929 –2,4 –22
570 347 535 279 6,6 35 068
Betriebsaufwand
Medizinischer Bedarf 98 324 93 853 4,8 4471
Personalaufwand 364 761 355 203 2,7 9 558
Übriger Betriebsaufwand 61 204 50 008 22,4 11 196
Zuweisung an zweckgebundene Fonds 1 120 771 45,3 349
525 409 499 835 5,1 25 574
Betriebsergebnis vor Mieten, Zinsen und Abschreibungen (EBITDAR) 44 938 35 444 26,8 9 494
Mieten/Leasing 2 024 2 169 –6,7 –145
Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) 42 914 33 275 29,0 9 639
Abschreibungen
Abschreibungen auf Sachanlagen 23 875 30 193 –20,9 –6 317
Abschreibungen auf immateriellen Anlagen 714 2 552 –72,0 –1 838
24 589 32 745 –24,9 –8155
Betriebsergebnis vor Zinsen (EBIT) 18 325 530 >100,0 17 795
Finanzerfolg
Finanzertrag 490 465 5,5 26
Finanzaufwand 284 479 –40,7 –195
Beteiligungsertrag 1 454 1 007 44,4 447
1 660 993 67,3 668
Ordentliches Ergebnis 19 985 1 523 >100,0 18 462
Ausserordentliches Ergebnis
Ausserordentlicher Ertrag 148 –100,0 –148
Ausserordentlicher Aufwand 0,0
148 –100,0 –148
Jahresergebnis 19 985 1 671 >100,0 18 314
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Betriebsergebnis in Prozent des Betriebsertrags 2021 2020 2019 2018
EBITDAR-Marge 7,9 6,6 10,9 10,8
EBITDA-Marge 7,5 6,2 10,6 6,1
EBIT-Marge 3,2 0,1 4,5 3,3
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