Sehnen der Hand

Was ist ein Ringbandganglion?

Das Ringbandganglion ist – wie alle Ganglien – mit Synovialflüssigkeit gefüllt. Es entsteht durch eine Ausstülpung der Beugesehnenscheide.

  • Ursachen

    Ringbandganglien entstehen meist infolge einer anlagebedingten lokalen Schwachstelle der Sehnenscheide, seltener infolge chronischer Reizzustände mit vermehrter Produktion von Synovialflüssigkeit.

  • Symptome und Verlauf

    Typischerweise tritt eine rundliche, prall-elastische Schwellung am beugeseitigen Grundglied eines Fingers im Bereich des Übergangs zur Mittelhand auf. Daneben kann es zu Beschwerden wie lokalen Druckschmerzen bei festem Zugreifen kommen. Gelegentlich zeigen sich Gefühlsstörungen durch Druck auf benachbarte Nerven und in seltenen Fällen Funktionseinschränkungen des Fingers beim Beugen und Strecken.

Operation

  • Wann ist eine Operation notwendig?

    Je nach Stärke der Beschwerden kann zunächst abgewartet werden; in seltenen Fällen bilden sich Ganglien von selbst zurück. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden ist die operative Entfernung in Erwägug zu ziehen.

  • Welche Operationstechnik wird angewendet?

    Wir präparieren das Ganglion über einen queren oder winkelförmigen Hautschnitt frei und entfernen es unter Schonung des benachbarten Blutgefässes und des Nervs an seinem Ursprung aus der Beugesehnenscheide.

  • Kontrolle / Nachsorge

    Eine Ruhigstellung ist nicht erforderlich, der Finger sollte sofort bewegt werden, um Verklebungen vorzubeugen. Das Risiko, dass nach der Operation erneut ein Ganglion auftritt, liegt bei 10–20 %.