Nebenniere

Inzidentalom

Als Inzidentalom bezeichnet man zufällig im Rahmen von anderen Untersuchungen gefundene Nebennieren-Tumore (Geschwulste).

  • Häufigkeit

    In bis zu 4 % aller Computertomographien des Bauches wird so ein Tumor gefunden. Nur in sehr seltenen Fällen liegt hier eine wirkliche Krankheit vor.

  • Beschwerden

    Die Nebennieren-Inzidentalome sind sehr häufig hormon-inaktiv und verursachen keine Beschwerden. In seltenen Fällen kann aber auch eine Tumor-bedingte Hormonproduktion vorliegen (Conn-Syndrom, Cushing-Syndrom, Phäochromozytom und andere).

  • weitere Diagnostik

    Ab einer Grösse von 1 cm wird empfohlen, dass ein solch zufällig gefundener Tumor weiter abgeklärt wird. Mit einer auf die Nebenniere spezifisch abgestimmten Computertomographie (CT) oder einer Magnetresonanz- Bildgebung (MRI) können Adenome (gutartige Tumore) von potentiell bösartigen Tumoren unterschieden werden. Zudem sollte eine Hormonaktivität (Conn-Syndrom, Cushing-Syndrom, Phäochromozytom) ausgeschlossen werden.

  • Prognose

    Wenn ein klar gutartiger Tumor (Adenom) vorliegt und keine Hormonaktivität besteht, bedarf es keiner Nachkontrolle oder Therapie. Falls in der Bildgebung eine nicht ganz typische Geschwulst vorliegt, wird nach 6 Monaten eine erneute Bildgebung veranlasst. Wenn dann kein relevantes Wachstum besteht, sind auch in diesen Fällen keine Nachkontrollen mehr notwendig.

Unsere Spezialisten

Dr. med. Hans Gelpke

Chefarzt Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie
Leiter Thoraxchirurgie

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Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie
Leiterin Endokrine Chirurgie

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Prof. Dr. med. Hubert John

Chefarzt Klinik für Urologie
Leiter Urologisches Tumorzentrum

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Dr. med. Christian Padevit

Stv. Chefarzt Klinik für Urologie

Tel. 052 266 29 83