Kreuzbandverletzung und knöcherner Kreuzbandausriss
Die reinen Bandverletzungen sieht man häufiger bei Jugendlichen über 10 Jahren. Jüngere Kinder erleiden häufiger einen knöchernen Ausriss des Kreuzbandes.
Ursache
Die häufigste Ursache für einen Kreuzbandriss ist ein Verdrehen des Knies bei fixiertem Fuss während des Sports. Sportarten wie Skifahren, Fussball oder Handball führen am häufigsten zu diesen Verletzungen.
Symptome und Beschwerden
Nach dem Unfall präsentiert sich das Knie geschwollen und schmerzhaft. Überdies ist die Beweglichkeit häufig eingeschränkt und bei Belastung kommt es zu einem Instabilitätsgefühl oder Einknicken.
Untersuchung
Bei der Untersuchung prüft die Ärztin oder der Arzt die Stabilität der Bandstrukturen im Seitenvergleich. Zudem sucht sie oder er nach Zeichen weiterer Verletzungen wie zum Beispiel einem Meniskusschaden, da Kombinationsverletzungen nicht selten auftreten.
Zur genauen Diagnose ist ein Röntgenbild und allenfalls eine Magnetresonanztomographie (MRI) notwendig.
Behandlung
Die knöchernen Kreuzbandausrisse versorgt man nur dann mit einer Operation (Verschraubung), wenn der Knochen verschoben ist. Sonst erfolgt die Therapie mit einem Oberschenkel-Gips während 4 Wochen.
Die «reinen» Kreuzbandverletzungen werden wie bei den Erwachsenen mit körpereigenem Sehnenmaterial rekonstruiert, wobei die Bohrkanäle für die Sehnenverankerung wegen den Wachstumsfugen speziell gelegt werden müssen. Hierdurch können spätere Wachstumsstörungen im Kniegelenk verhindert werden.
Nach der Operation ist ein sorgfältiger Muskelaufbau notwendig. Dazu ist regelmässige Physiotherapie wichtig. Zudem muss auf stark knie-belastende Sportarten für sicher 6 Monate verzichtet werden.