Herz

Herzinsuffizienz / Herzschwäche

Bei einer Herzinsuffizienz oder Herzschwäche ist die Pumpleistung des Herzens eingeschränkt. Das Herz ist dann nicht mehr in der Lage, den Körper und die Organe optimal mit Blut und Sauerstoff zu versorgen.

In der Folge kommt es zu Funktionsstörungen von Lunge, Nieren, Leber, Hirn, Muskel etc. Das passiert am Anfang unter Belastung, in fortgeschrittenen Fällen aber auch im Ruhezustand. Die Herzinsuffizienz entwickelt sich häufig schleichend.


Ursachen

Die Ursachen von Herzinsuffizienz sind vielfältig. Zu den verbreitetsten Ursachen gehören:

  • Durchblutungsstörung des Herzens, Herzinfarkt
  • hoher Blutdruck
  • Herzmuskelerkrankungen
  • Herzklappen- und andere Herzfehler
  • Giftstoffe (z. B. Alkohol)
  • Entzündungen und Infektionskrankheiten
  • schwere Herzrhythmusstörungen

Häufigkeit

Die Herzinsuffizienz ist ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem. Die Häufigkeit der Herzinsuffizienz liegt weltweit zwischen 0,5 und 2 %. Bei älteren Bevölkerungsgruppen in  westlichen Industrieländern können jedoch bis zu 10 % betroffen sein.


Beschwerden und Symptome

  • Müdigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit
  • Atemnot (zuerst bei Anstrengung, später auch im Ruhezustand oder Liegen)
  • Wasseransammlungen in den Beinen

Behandlung

Als Erstes muss die Erkrankung erkannt und behandelt werden, die der Herzschwäche zugrunde liegt. Durch gefässerweiternde und blutdrucksenkende Medikamente (ACE-Hemmer) wird die Pumparbeit des Herzens erleichtert.

Die Überbewässerung kann mit harntreibenden Medikamenten (Diuretika) behandelt werden. Eine Erhöhung der Kreislaufhormone (Beta-Blocker) entlastet das Herz.

Daneben ist bei einer Herzinsuffizienz auch eine Anpassung des Lebensstils förderlich:

  • Gewicht normalisieren
  • Zurückhaltung bei salzreichen Speisen
  • Einschränkung des Alkoholkonsums
  • Rauchstopp
  • Regelmässiges leichtes Körpertraining
  • Konsequente Medikamenteneinnahme
  • Selbstkontrollen von Blutdruck und Gewicht