Harnröhre

Harnröhrenentzündung / Urethritis

Bei einer Harnröhrenentzündung (Urethritis) handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhaut der Harnröhre. Oft ist diese die Folge einer sexuell übertragbaren Erkrankung. Die Harnröhre ist bei Männern und Frauen unterschiedlich lang und kann somit je nach Geschlecht und Erkrankung unterschiedliche starke Beschwerden verursachen.

Die Therapie hängt von der Ursache ab und ist sehr wichtig. In den meisten Fällen wird die Harnröhrenentzündung mit Antibiotika behandelt.


Ursache

Meistens geht diese Erkrankung mit einer bakteriellen Entzündung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr einher. Die verbreitetsten Erreger einer Harnröhrenentzündung sind Chlamydien (ca. 25 % aller Harnröhrenentzündungen) und Gonokokken (ca. 20 %). Allerdings gibt es auch andere Bakterien, die eine solche Entzündung auslösen können.


Häufigkeit

Die Häufigkeit der auftretenden Harnröhrenentzündung ist bei Männer und Frauen ungefähr gleich. Sie tritt jedoch eher im jungen Alter auf (20 bis 24 Jahre). Dies ist auf die vermehrte sexuelle Aktivität in dieser Altersgruppe zurückzuführen.


Symptome und Beschwerden

Beim Mann sind die Beschwerden häufig sehr ausgeprägt mit Brennen in der Harnröhre (in Ruhe sowie beim Wasser lösen). Gelegentlich kann ein sogenannter «Bonjour-Tropfen» auftreten. Das ist ein eitriger Ausfluss aus der Harnröhre morgens vor dem ersten Wasserlösen. Bei Frauen sind die Beschwerden meist deutlich milder oder es treten gar keine Beschwerden auf.


Untersuchung

Für die Diagnosestellung ist die Schilderung der Beschwerden entscheidend. Weiterführend wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Dabei sieht man, ob die Harnröhrenmündung äusserlich sichtbar entzündet und gerötet ist. Als weitere Abklärung erfolgt ein Abstrich der Harnröhre sowie eine Urinkultur.


Behandlung

Eine bakterielle Infektion der Harnröhre wird mit Antibiotika behandelt. Der Partner oder die Partnerin sollte unbedingt mitbehandelt werden. Sollte nicht eine bakterielle Entzündung der auslösende Faktor sein, ist eine andere Therapie notwendig, z. B. die Entfernung einer Dauerkatheters.