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«Mit Unterstützung gibt es einen Ausweg»

Mit dem Adipositas-Netzwerk steht Patienten im Raum Winterthur-Schaffhausen-Wetzikon ein Expertenteam zur Verfügung, das auf die Behandlung von Adipositas und damit zusammenhängenden Begleiterkrankungen spezialisiert ist.

Das Netzwerk bringt die Experten aller bei der Behandlung von Adipositas relevanten Fachbereiche zusammen und begleitet die Patienten auf ihrem Weg in ein gesünderes Leben.

Prof. Dr. med. Stefan Breitenstein und Dr. med. Georgios Peros (beide vom KSW) sind Gründungsmitglieder des Adipositas-Netzwerks, einer Kooperation zwischen dem Kantonsspital Winterthur, den Spitälern Schaffhausen und dem GZO-Spital Wetzikon. Das Netzwerk wurde 2015 gegründet und besteht seit 2019 als Verein. Präsidiert wird der Verein von Dr. med. Adrienne Imhof, Chefärztin Klinik für Chirurgie und Orthopädie Spitäler Schaffhausen.

Am 1. Juli 2021 wird Dr. med. Georgios Peros von seinem einjährigen Einsatz am Humanitas Research Hospital in Milano ans KSW zurückkehren. Bis dahin übernimmt Dr. med. Thomas Bächler, Oberarzt Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie am KSW, den Platz von Dr. med. Georgios Peros im Vorstand des Vereins Adipositas-Netzwerk.

Kooperationen bieten Patienten einen Mehrwert im Behandlungsprozess

Dr. med. Thomas Bächler ist seit April 2019 als Oberarzt an der Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie am KSW tätig. Er ist Vorstandsmitglied des Adipositas-Netzwerks.

Was ist der Zweck dieser Kooperation?

Grundsätzlich geht es bei dieser Zusammenarbeit um die Bündelung von Ressourcen im Prozess der Behandlung schwer adipöser Patienten. Dabei wird für die operative Versorgung auf vier Schwerpunkte bei den Sprechstunden sowie zwei Standpunkte für die operative Versorgung gesetzt. Der Zusammenschluss der Experten aus drei Kliniken ermöglicht dabei einen professionellen Austausch und Abgleich.

Warum wurde gerade mit diesen beiden Partnern kooperiert?

Die Viszeralchirurgie des KSW, das GZO-Spital und das Kantonsspital Schaffhausen arbeiten bereits in anderen Bereichen wie zum Beispiel bei der Ausbildung chirurgischer Assistenten erfolgreich zusammen. Zusätzlich sind geografische Aspekte sowie die hohe Expertise der Kooperationspartner wichtige Erfolgskriterien. Das GZO-Spital ist zudem zertifiziert im Bereich Bariatrie.

Welchen Nutzen haben die Patienten davon?

Einerseits besteht insbesondere für Patienten des KSW die Möglichkeit, für die Sprechstunden vor und nach dem Eingriff zwischen mehreren Standorten zu wählen, andererseits baut diese Kooperation auf den regen fachlichen Austausch zwischen den Experten der verschiedenen Spitäler. Dies erlaubt zusätzliche Inputs bei besonderen Fragestellungen oder Problemen und fördert zudem die Kontinuität im gesamten Behandlungsablauf.

Auf welches Know-how kann bei den Kooperationspartnern zurückgegriffen werden?

Sowohl am GZO-Spital in Wetzikon als auch am Kantonsspital Schaffhausen arbeiten Fachleute mit langjähriger Expertise in bariatrischer Chirurgie und der postoperativen Betreuung dieser Patienten. Ausserdem wurde das GZO-Spital von der SMOB (Swiss Study Group for Morbid Obesity) als Referenzzentrum für bariatrische Eingriffe eingestuft.

Wie sieht die Zukunft dieser Kooperation aus, respektive was sind die Weiterentwicklungsmöglichkeiten für das KSW innerhalb des Adipositas-Netzwerks?

Es gibt verschiedene Blickwinkel, die berücksichtigt werden müssen. Auf der Seite der am KSW behandelten Patienten besteht noch ein erhebliches Wachstumspotenzial. Ein Ziel ist es auch, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen in den Behandlungsprozess involvierten Bereichen der Inneren Medizin zu intensivieren, damit sie noch besser ineinandergreifen. Eine weitere Entwicklungsmöglichkeit wäre die Schaffung eines integrierten Übergewichtszentrums am KSW. Dadurch würden die Ressourcen zur Abklärung und Betreuung gebündelt. Zudem ist es unser Ziel, das Bewusstsein für dieses Krankheitsbild zu schärfen und die internen sowie die externen Zuweiser zu mobilisieren.


Der Behandlungsablauf in sechs Schritten

  1. Vom Hausarzt in die Adipositas-Sprechstunde
  2. Untersuchung und Beratung durch interdisziplinäre Experten
  3. Ernährungsberatung als Vorbereitung auf das Leben nach der Operation
  4. Bariatrische Chirurgie: Magenbypass- oder Schlauchmagen-Operation
  5. Nachversorgung
  6. Wiederherstellung des Körperbildes durch rekonstruktive Chirurgie

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