Radio-Onkologie im eigenen Neubau

Die Radio-Onkologie am Kantonsspital Winterthur (KSW) hat ihren Neubau im westlichen Teil des Spitalparks bezogen. Der frühere Standort südlich des Hochhauses ist geräumt. Dort sind bereits die Bauarbeiten für den Ersatzneubau des Bettenhochhaus «didymos» im Gange.

Das viergeschossige «Haus R» ist als eigenständiger Neubau direkt zugänglich und über einen unterirdischen Gang für Patiententransporte auch mit den anderen Spitalgebäuden verbunden. Das Gebäude ist zur Hälfte in die Erde eingelassen. Die H-förmige Staffelung und die helle Fassade verleihen ihm optische Leichtigkeit. Die beiden oberirdischen Geschosse umfassen Empfangsbereich, Besprechungsräume und Büros. Hier werden die Strahlentherapie-Sitzungen – es sind rund 20‘000 pro Jahr – vorbereitet, bevor die Patientin oder der Patient in der Radio-Onkologie eintrifft. Ärztinnen, Ärzte, Medizinphysiker, MTRA, Pflegefachleute und die Psycho-Onkologin treffen sich hier zur Besprechung von Behandlung und Betreuung.

In den Untergeschossen befinden sich zwei Linearbeschleuniger und ergänzende technische Anlagen, die umgebende Erde leistet einen ersten Beitrag zum Strahlenschutz. Zudem wurden um die Behandlungsräume mit den Linearbeschleunigern anderthalb Meter dicke Mauern hochgezogen. Damit genügt die Abschirmung höchsten Sicherheitsstandards. Zwischen den beiden leicht versetzt angeordneten oberirdischen Gebäudevolumen taucht das Terrain in die Tiefe und lässt das Tageslicht über zwei Innenhöfe die Untergeschosse einfliessen. Die technischen Aspekte und die notgedrungen massive Bauweise sollen nicht gleich ins Auge springen. Die Radio-Onkologie am KSW sieht den Patienten als Menschen und nicht als Empfänger einer technischen Leistung. Chefarzt Dr. Urs R. Meier: «Wir behandeln keinen Tumor, wir behandeln Patienten mit einem Tumor».

Trotz seinem hellen Erscheinungsbild ist das «Haus R» kein Leichtbau. Allein schon die Untergeschosse sind voluminös. Insgesamt waren 19‘000 Kubikmeter Aushub zu bewältigen. Für den Rohbau wurden anschliessend 3200 Kubikmeter Beton und 400 Tonnen Eisen verwendet.
Seit dem 8. Mai werden alle Strahlentherapie-Sitzungen im Haus R vorgenommen, die «alte» Radio-Onkologie ist geräumt. Einer der beiden Linearbeschleuniger wurde vom alten Standort übernommen, der andere ist eine Neuanschaffung. Neu ist auch ein Computertomograph mit 90 Zentimetern Innendurchmesser, das weltweit grösste Modell auf dem Markt.

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André Haas
Leiter Unternehmenskommunikation
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Neubau Radio-Onkologie

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