Pensioniertentreffen vom 17. November 2015

KSW empfängt 146 Pensionierte

Die Pensioniertenzusammenkunft vom 17. November 2015 war ein voller Erfolg. Spitaldirektor Rolf Zehnder konnte 146 Pensionierte an ihrer früheren Wirkungsstätte willkommen heissen und über die neusten Entwicklungen am KSW ins Bild setzen. Als eine der grössten Herausforderungen erwähnte er den Anstieg der Patientenzahlen; weil die Bettenzahl praktisch konstant bleibt, muss die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Spital weiter sinken. Zudem soll das KSW mehr Handlungsfreiheit erhalten (Privatisierung) und als Arbeitgeber attraktiv bleiben, um auch künftig kompetente und teamfähige Mitarbeiter rekrutieren zu können.

Ein nach wie vor reichhaltiges Kapitel sind die Neu-, Aus- und Umbauten. Seit vergangenem Mai laufen die Arbeiten für die neue Radio-Onkologie, sie soll im Frühjahr 2017 bezugsbereit sein. Begonnen hat der Bau mit einer riesigen Grube, denn die Bestrahlungsräume werden unterirdisch gebaut. Die Liste der weiteren Bauvorhaben ist lang: Auf dem Dach des Küchentrakts wurden drei neue OP-Räume erstellt, die Intensivstation wurde aus-und ein 3. MRI-Gerät eingebaut. Die Kardiologie wurde um eine Rhythmologie-Anlage erweitert, so dass weniger Patienten ins USZ verlegt werden müssen: Wir Pensionierten haben ja Superaussichten!!

Spitaldirektor Zehnder verabschiedete an der Zusammenkunft Rosmarie Metzger, die zehn Jahre lang die Pensioniertenausflüge organisiert hatte, und stellte uns Giorgio Wenner als ihren Nachfolger vor. Beide erhielten einen wunderschönen Blumenstrauss. Als Überraschung wurde auch Trudi Muggli und Claire Haller sowie der Schreibenden ein Blumenstrauss überreicht als Dank für die Arbeit, die sie für die Pensionierten geleistet haben.
Der zweite Teil des Treffens galt den Geheimnissen der Demenzprävention durch „Brain Food“. Was ist überhaupt Demenz? Dies ist eine Beeinträchtigung der höheren Hirnfunktionen einschliesslich des Gedächtnisses. Die synaptische Übertragung zwischen den Nervenzellen stimmt nicht mehr. Dadurch können soziale Fähigkeiten beeinträchtigt werden. Auch Desorientierung, Vergesslichkeit, Aggressivität, Angst, Halluzinationen, Konzentrationsstörungen, Unruhe sowie Schwierigkeiten bei der Lösung komplexer Aufgaben sind Symptome dieser Krankheit

Professor Peter Balmer erzählte uns mit Humor von den vielen Studien, welche über die verschiedenen Medikamente für ein gut funktionierendes Gehirn und als Demenzprophylaxe gemacht wurden – leider, leider haben die vielen Medikamente keinen grossen Effekt.

Die Gehirnfunktionen können aber durch mediterrane Ernährung positiv beeinflusst werden. Unser Speiseplan sollte Salatsaucen, Nüsse, Fische und Geflügelfleisch, Kohlgemüse, Blattgemüse, Tomaten und Früchte enthalten. Gekocht wird mit Olivenöl. Diese ausgewogene Ernährung erhöht die Aktivität. Übrigens: Auch schwarze Schokolade regt die Hirnfunktionen an; wohl darum haben wir in der Schweiz so viele Nobelpreisträger!

Zum Schluss wurden viele Fragen gestellt: Welches Öl ist das beste? Ist Becel besser als Butter? (Zitat Professor Balmer: „Ein Morgenessen ohne Butter ist grauenhaft und verdirbt den ganzen Tag.“) Sogar eine Geschenkidee gab er uns zuletzt noch mit auf den Weg: Schenkt doch einfach das Kochbuch „Mediterrane Ernährung“ und eine Flasche Olivenöl dazu! Oder das Buch „Gehirn und Erfolg“ von John Medina, in dem er zwölf Regeln erläutert, die das Gehirn beeinflussen.

Direktor Zehnder und Professor Balmer verstanden es, uns Pensionierte in ihren informativen Vorträgen mit viel Humor und Witz zu faszinieren.

Anni Behr