KSW schliesst das Jahr 2015 mit positivem Ergebnis ab

Trend zu mehr Behandlungen hält an

Im vergangenen Jahr hat das Kantonsspital Winterthur (KSW) 5% mehr Patienten stationär behandelt als im Vorjahr. Die Zahl der ambulant behandelten Patienten erhöhte sich ebenfalls um gut 5%. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von CHF 16,4 Mio. ab.

Am KSW hielt der Trend zu mehr Patientinnen und Patienten im Jahr 2015 an. Die Anzahl der stationär behandelten Patienten betrug 26’463 und nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5% zu. Eine solche Steigerung ist nur möglich, wenn die Patienten bei gleichbleibend hoher Leistungsqualität in kürzerer Zeit behandelt werden. So reduzierte sich im stationären Bereich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 5,7 Tagen im Vorjahr auf 5,5 Tage. Dadurch konnte das KSW bei gleicher Bettenzahl mehr Patienten behandeln.

Jahresrechnung und Gewinnverwendung

Mit einem operativen Ergebnis von CHF 16,4 Mio. liegt das KSW im Jahr 2015 unter dem Ergebnis des Vorjahres: 2014 wurde ein Gewinn von CHF 24,8 Mio. realisiert. Bei der Beurteilung des Gewinns von CHF 16,4 Mio. ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich einerseits die vom Bundesrat Ende 2014 vorgenommenen Anpassungen beim Tarmed mit gut CHF 3 Mio. negativ auswirkten und dass anderseits Sonderabschreibungen auf den Gebäuden im Umfang von weiteren CHF 3 Mio. zu Buche schlugen.

Zur langfristigen finanziellen Sicherstellung der Aufgabenerfüllung des KSW beantragt der Spitalrat, vom Gewinn von CHF 16,4 Mio. den Betrag von CHF 3,5 Mio. dem Kanton zuzuführen und CHF 12,9 Mio. auf die neue Rechnung vorzutragen.

Hohe Mitarbeiterzufriedenheit

2015 hat die alle drei Jahre durchgeführte Mitarbeiterbefragung gezeigt, dass das KSW im Vergleich mit zehn grösseren Spitälern in der Schweiz die höchste Mitarbeiterzufriedenheit ausweist. Auch im Vergleich mit der Erhebung im Jahr 2012 ist der Wert noch einmal leicht gestiegen. Erfreulich ist, dass bei den Fragen rund um die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit, die in einem Spitalbetrieb von elementarer Bedeutung ist, Top-Ergebnisse erzielt wurden. Dieses Resultat verpflichtet uns, zur Unternehmenskultur Sorge zu tragen und die hervorragende Zusammenarbeit im Spital weiter zu fördern.

Ersatzneubau schafft Raum für Entwicklung

2015 wurde eine Erweiterung der OP-Kapazitäten abgeschlossen. Weiter wurde die Intensivpflegestation ausgebaut, eine Intermediate-Care-Station (IMC) eingerichtet sowie das Sprechstundenzentrum des Departements Chirurgie realisiert.

Nach rund 50 Betriebsjahren muss das Hochhaus des KSW ersetzt werden. Der Ersatzneubau wird aus eigenen Mitteln finanziert. Der Zürcher Kantonsrat hat am 2. März 2015 den Kredit über CHF 349 Mio. mit 168 zu 0 Stimmen bewilligt. Damit wird es dem KSW ermöglicht, den Spitalbetrieb planmässig ab Ende 2020 im Ersatzneubau in einer zeitgemässen Infrastruktur optimiert weiterzuführen.

Vorbereitung der Transformation in eine Aktiengesellschaft des Kantons Spitalrat und Spitalleitung haben an den Vorbereitungen für die vom Kanton geplante Transformation der Rechtsform gearbeitet. Neben der Umwandlung der Rechtsform von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt in eine Aktiengesellschaft geht es darum, Organisationsstrukturen und -prozesse anzupassen, was eine sorgfältige Vorbereitung erfordert. Spitalrat und Spitalleitung sind überzeugt, dass die geplante Transformation die Position des KSW im Gesundheitsmarkt verbessert und so die unternehmerischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit das KSW als Zentrumsspital nachhaltig und erfolgreich hochqualitative Leistungen für die Region erbringen kann.

WEITERE INFORMATIONEN

André Haas
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. 052 266 21 04
andre.haas@ksw.ch

DOKUMENT

Vollständige Medienmitteilung
Jahresbericht Kantonsspital Winterthur