Plastische Chirurgie

Brustchirurgie

Einer unserer Schwerpunkte ist die Durchführung sämtlicher plastischer Brusteingriffe. Dank jahrelanger Erfahrung auf diesem Gebiet können wir Ihnen die aktuellsten Techniken der Brustvergrösserung (Mamma-Augmentation), der Brustverkleinerung (Mammareduktion) und -straffung (Mastopexie), der Korrektur von Brustfehlbildungen (tubuläre Brustdeformität, Polandsyndrom), der Operation zur Korrektur der männlichen Brust (Gynäkomastie) sowie verschiedene Eingriffe im Brustwarzenbereich (z. B. invertierte Brustwarze) nach höchstem internationalem Standard anbieten. Dabei streben wir an, für jede Patientin und jeden Patienten eine individuelle und massgeschneiderte Therapie bereitzustellen. Als Mitglied des zertifizierten Brustzentrums Senosuisse liegt uns der Brustwiederaufbau (Mammarekonstruktion) aus Eigengewebe (Bauch, Oberschenkel, Rücken, Gesäss) oder Fremdmaterial (Silikonprothesen) besonders am Herzen. Durch die enge Kooperation mit Gynäkologen, Onkologen und Radioonkologen sowie Pathologen aus dem gesamten Zürcher Oberland können wir die Qualität der Behandlung umfassend gewährleisten.

  • Brustvergrösserung (Mamma-Augmentation)

    Die Brustvergrösserung, die in aller Regel aus rein ästhetischer Indikation erfolgt, führen wir überwiegend mit der Einlage von Silikonimplantaten durch. Dabei verwenden wir ausschliesslich geprüfte Implantate der marktführenden Hersteller. Ob wir bei der Operation runde oder anatomisch geformte (tropfenförmige) Implantate verwenden und ob wir diese vor oder hinter den Brustmuskel platzieren, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir durch eine ausführliche Untersuchung und Beratung im Vorfeld individuell abgeklären. Dasselbe gilt für die Frage, ob zusätzlich eine Straffung der Brust durchgeführt werden muss.

    Aufenthalt: ambulant oder 1 Nacht
    Operationsdauer: 1 Stunde
    Narkose: Wir empfehlen eine Vollnarkose.
    Nachbehandlung:Stütz-BH durchgehend für 6 Wochen, 4–6 Wochen kein Sport und keine starke Belastung der Schulter- und Brustpartie
    Arbeitsunfähigkeit: ca. 1–2 Wochen

    Alternativ kann eine Brustvergrösserung auch durch Liposculpturing erfolgen. Hierbei entnehmen wir der Patientin eigenes Fettgewebe, z. B. vom Bauch und bringen das aufbereitete Fett im selben Eingriff in die Brust ein. Da wir pro Sitzung nur eine gewisse Menge Fett injizieren können und ein Teil vom Körper auch wieder abgebaut wird, sind mitunter Folgeeingriffe notwendig. Die Resultate sind sehr natürlich und dauerhaft. Durch dieses Verfahren kann jedoch maximal eine Brustvergrösserung um eine Körbchengrösse erzielt werden. Eine Veränderung der Brustform ist nicht möglich.

    Aufenthalt: ambulant oder 1 Nacht
    Operationsdauer: ca. 2 Stunden
    Narkose: Vollnarkose
    Nachbehandlung:Stütz-BH durchgehend für 6 Wochen, evtl. Kompressionskleidung im Bereich der Fettentnahmestelle, 6 Wochen kein Sport und keine starke Belastung der Schulter- und Brustpartie
    Arbeitsunfähigkeit: ca. 1–2 Wochen

  • Brustverkleinerung (Mammareduktion)

    Grosse Brüste führen bei Frauen oft zu chronischen Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen. Durch Einschränkungen im Sport, in der Auswahl von Kleidung sowie in der körperlichen Hygiene ist die Lebensqualität der Betroffenen oft erheblich beeinträchtigt. Die Patientinnen empfinden ihre Brüste nur noch als störend.

    Bei der Brustverkleinerung reduzieren wir sowohl das Drüsen- und Fettgewebe im Inneren der Brust als auch den Hautmantel auf das gewünschte Mass. Zudem versetzen wir den Brustwarzenhof nach oben und verkleinern ihn bei Bedarf. Je nach Grösse des zu reduzierenden Volumens bietet sich die narbensparende Technik (mit einer I-förmigen Narbe) oder die traditionelle Technik (mit einer Narbe in Form eines umgekehrten T) an.

    Aufenthalt: 2–3 Nächte
    Operationsdauer: 2–3 Stunden
    Narkose: Vollnarkose
    Nachbehandlung:6 Wochen Stütz-BH, 6 Wochen kein Sport und keine starke Belastung der Schulter- und Brustpartie
    Arbeitsunfähigkeit: je nach körperlicher Belastung 1–3 Wochen

  • Bruststraffung (Mastopexie)

    Das Brustgewebe kann durch viele unterschiedliche Faktoren wie Schwangerschaften, Stillzeiten, Alterungsprozesse oder starke Gewichtsveränderungen erschlaffen und seine Form verlieren. Folgen sind ein Herabsinken der Brust mit einem Volumenverlust im oberen Teil und eine Vergrösserung des Warzenhofs. Durch eine Bruststraffung wird die Brust wieder schön geformt und angehoben. Die Kombination mit einer gleichzeitigen Verkleinerung oder auch einer Vergrösserung ist generell möglich, muss jedoch individuell diskutiert werden.

    Aufenthalt: 1–2 Nächte
    Operationsdauer: 2 Stunden
    Narkose: Vollnarkose
    Nachbehandlung: mind. 6 Wochen Stütz-BH, 6 Wochen kein Sport und keine starke Belastung der Schulter- und Brustpartie
    Arbeitsunfähigkeit: je nach körperlicher Belastung 1–2 Wochen

  • Brustwachstumsstörungen

    Brustfehlbildungen, wie zum Beispiel die schlauchförmige Brust oder das teilweise oder vollständige Fehlen einer Brust, führen oft zu einer erheblichen psychischen Beeinträchtigung der Patientin. Obwohl es sich um eine angeborene Fehlbildung handelt, tritt sie erst im Rahmen der Pubertät in Erscheinung. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Operationstechniken, die für die Korrektur zur Verfügung stehen; in den meisten Fällen sind Korrekturen der Haut und/oder des Drüsenmantels notwendig. Oft ist der Einsatz von Silikonimplantaten oder die Infiltration von Eigenfett erforderlich.

    Aufenthalt: je nach Operationsverfahren 1–2 Nächte bis zu 4–5 Nächte
    Operationsdauer: je nach Operationsverfahren 1–2 Stunden bis zu 3–4 Stunden
    Narkose: Vollnarkose
    Nachbehandlung:mind. 6 Wochen Stütz-BH, 6 Wochen kein Sport und keine starke Belastung der Schulter- und Brustpartie
    Arbeitsunfähigkeit: je nach körperlicher Belastung 2–3 Wochen

  • Operationen zur Korrektur der männlichen Brust (Gynäkomastie)

    Bei der vergrösserten männlichen Brust stellt sich die Frage, ob es sich um eine echte Vergrösserung des Brustdrüsenkörpers oder um eine übermässige Anreicherung von Fettgewebe handelt. Auch eine hormonelle oder onkologische Ursache muss vor einer Operation in jedem Fall ausgeschlossen werden. Je nach Art und Ausmass des Befundes kann die Korrektur durch eine reine Absaugung, durch eine offene Entfernung oder durch eine Kombination beider Methoden erfolgen.

    Aufenthalt: 1–2 Nächte
    Operationsdauer: 2 Stunden
    Narkose: Vollnarkose
    Nachbehandlung: mind. 6 Wochen Stütz-BH, 6 Wochen kein Sport und keine starke Belastung der Schulter- und Brustpartie
    Arbeitsunfähigkeit: je nach körperlicher Belastung 1–2 Wochen

  • Eingriffe im Brustwarzenbereich

    Die eingezogene Mammille (Schlupfwarze) ist die Folge einer angeborenen Verkürzung und/oder Unterentwicklung der Milchgänge. Ja nach Ausprägung kann es dadurch zu Problemen mit dem Stillen oder einer adäquaten Hygiene kommen, was zum Teil mit nicht zu unterschätzenden psychischen Belastungen verbunden ist. Die nahezu narbenfreie Operation bewirkt die dauerhafte Wiederaufrichtung der Schlupfwarze durch einen winzigen Schnitt an der Aussenseite der Brustwarze.

    Aufenthalt: ambulant
    Operationsdauer: 15 Minuten pro Seite
    Narkose: lokale Betäubung
    Nachbehandlung: Verbandswechsel 2 Tage nach der Operation, keine sportlichen Aktivitäten für 2 Wochen
    Arbeitsunfähigkeit: keine

  • Brustwiederaufbau (Mammarekonstruktion)

    Die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs und die fortgeschrittenen Behandlungsmöglichkeiten tragen heute wesentlich dazu bei, dieser häufigen Krebsform wirkungsvoll zu begegnen. Dazu ist es erforderlich, das medizinische Wissen mehrerer Fachbereiche zu bündeln. Am Kantonsspital Winterthur setzen wir das gesamte Fachwissen rund um Brustkrebs für die jeweils optimale Behandlung der individuellen Patientin ein – seit 2013 sind wir von der Krebsliga als Brustzentrum zertifiziert.

    Zu den obersten Zielen der Brustkrebstherapie zählt die brusterhaltende Behandlung. Das schliesst allerdings nicht aus, dass es vereinzelt richtig und wichtig ist, eine Mastektomie vorzunehmen, also eine Brustentfernung. Für die Brustrekonstruktion ist das Fachwissen aus der Tumorchirurgie und der plastischen Chirurgie erforderlich, die zusammen die onkoplastische Chirurgie ergeben.

    Die fortgeschrittenen Möglichkeiten und Techniken der Brustrekonstruktion erlauben es heute, nebst den gesundheitlichen Zielen auch kosmetische Aspekte zu berücksichtigen. Dafür legen im Brustzentrum des Kantonsspitals Winterthur Ärztinnen und Ärzte unterschiedlichster Fachrichtungen ihre Kompetenzen für Sie zusammen. Gemeinsam mit dem spezialisierten Pflegepersonal stellen wir sicher, dass Sie sich während der ganzen Behandlungsdauer in guten Händen wissen.

    Broschüre „Brusterhalt und Brustwiederaufbau“ ansehen