Viszeral- und
Thoraxchirurgie

Thoraxchirurgie

Die Thoraxchirurgie am KSW befasst sich mit gut- und bösartigen Erkrankungen der Lungen sowie des Brust- und Mittelfellraumes.

Pneumothorax

Der Pneumothorax ist eine Luftansammlung zwischen Lunge und Brustwand beziehungsweise eine zusammengefallene Lunge. Er kann spontan entstehen, wenn Blasen im Lungengewebe platzen. Häufig sind junge, schlanke und grosse Männer davon betroffen. Ein Pneumothorax kann auch aufgrund anderer Erkrankungen oder infolge eines Unfalles entstehen. In den meisten Fällen ist eine sofortige Drainage nötig. Dabei wird krankhafte oder vermehrte Körperflüssigkeit abgeleitet oder abgesaugt. Die  Drainage dauert fünf Tage und ermöglicht es der Lunge, sich wieder auszudehnen. Seltener ist eine Thorakoskopie (Beurteilung des Brustraumes und der Lunge mit einer Kamera) oder eine Eröffnung des Brustkorbs erforderlich.

Lungenabszess, Infektion

Wenn sich Eiter zwischen Lunge und Brustfell ansammelt, muss diese Flüssigkeit abgeleitet und drainiert werden. In einem frühen Stadium reicht die Drainage allein oft aus. In späteren Stadien ist eine operativer Eingriff jedoch häufig notwendig.

Lungenkrebs

Der Lungenkrebs oder das Bronchialkarzinom bezeichnet eine bösartige Erkrankung der Bronchien. Risikofaktoren sind vor allem Zigarettenrauch und berufsbedingte Staubbelastungen (zum Beispiel durch Asbeststaub). Es gibt kleinzellige Karzinome (bösartige Tumoren), die rasch Ableger bilden. Die nicht  kleinzelligen Karzinome wachsen vorwiegend lokal. Bei kleinzelligen Karzinomen ist eine Operation nötig. Im Anschluss daran oder bei nicht operablen Tumoren muss sich die Patientin oder der Patient einer Chemotherapie und/oder Bestrahlung unterziehen. Kleinzellige Karzinome lassen sich primär mit einer Chemotherapie behandeln. Das KSW bietet den Betroffenen eine interdisziplinäre Betreuung an. Hierfür arbeiten alle beteiligten Fachrichtungen zusammen und führen wöchentliche Sitzungen im Rahmen des interdisziplinären Tumorboards durch.

Unfallfolgen

Auch Unfallfolgen können eine thoraxchirurgische Operation erfordern. Beispielsweise Frakturen von Rippen, Wirbelkörpern, Brustbein; Einrisse von Lungengewebe, Luftröhre, Bronchien; Hämatothorax (Blutung in das Brustfell) oder Pneumothorax.