Viszeral- und
Thoraxchirurgie

Endokrine Chirurgie

Gut- oder bösartige Erkrankungen der Schilddrüse stellen die häufigsten Erkrankungen der hormonproduzierenden Organe dar. Dabei kann es zu einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kommen. Die Schilddrüsenhormone sind lebensnotwendig. Sie spielen eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel sowie für das Wachstum einzelner Zellen und des Gesamtorganismus.

Erkrankungen, die sich chirurgisch therapieren lassen:

  • Struma (Kropf), meist Knotenstruma

    gutartige Ursachen:

    • Jodmangel
    • Geschwulste (Adenome)
    • angeborene Defekte in der Hormonproduktion
    • Medikamente
    • Hemmung der Hormonverwertung oder erhöhter Bedarf

    bösartig:

    • «kalter» Knoten in der nuklearmedizinischen Bildgebung (Szintigraphie), das generelle Risiko kalter Knoten liegt bei circa 1% (bis 25% bei selektionierten chirurgischen Patienten)
  • Morbus Basedow

    Autoimmunerkrankung der Schilddrüse (bei Nichtansprechen auf die medikamentöse Therapie)
    Die operative Therapie besteht darin, einen Teil der Schilddrüse über einen quer geführten Schnitt am Hals zu entfernen. Neben dieser konventionellen Operationstechnik bieten wir auch eine minimalinvasive Variante. Dabei erfolgt der Eingriff in der «Schlüssellochtechnik» mit Hilfe einer Kamera (sogenannte MIVAT = Minimalinvasive VideoassistierteThyreoidektomie). Nach der vollständigen Entfernung der Schilddrüse müssen betroffene Patienten lebenslang ein Hormon in Form einer Tablette einnehmen. Liegt gleichzeitig eine Funktionsstörung der Nebenschilddrüsenkörperchen vor, erhält der Patient oder die Patientin zusätzlich regelmässig Kalzium. Die Dauer des Spitalaufenthaltes beträgt circa drei Tage.

Weitere endokrinologische Erkrankungen:

  • Nebenschilddrüsenerkrankungen:
    meist Überfunktion aufgrund eines Tumors, eines überschiessenden Zellwachstums oder aufgrund sekundärer Ursachen
  • Nebennierentumoren wie beispielsweise das Phäochromozytom: Für die Operation bieten wir sowohl das offene Verfahren als auch die Schlüssellochtechnik (laparoskopisches Verfahren) mit Zugang durch den Bauchraum an.
  • Hormonproduzierende Tumoren (neuroendokrine Tumoren) des Magen-Darm-Traktes oder der Bauchspeicheldrüse.