Geburtshilfe

Ernährung des Neugeborenen

Unser Fachteam berät und unterstützt Sie bei der Ernährung Ihres Kindes individuell. Zuwendung, Nähe und Wärme während der Nahrungsaufnahme ist für alle Kinder wichtig. Deshalb stellen wir sicher, dass Sie beim Stillen oder Schöppeln ungestörte Momente der Zweisamkeit verbringen können.

Wenn immer möglich richten wir uns nach Ihren Wünschen und Vorstellungen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, dass Sie Ihr Kind mit Muttermilch versorgen. Sorgen Sie sich aber nicht, falls Ihnen dies nicht möglich sein sollte. Die heute erhältliche Säuglingsmilch deckt die Bedürfnisse Ihres Kindes gut ab.

Ernährung des Neugeborenen


Stillen ist auch gut für die Mutter

Stillen bietet auch Vorteile für die Mutter: Die Stillhormone fördern die Rückbildung der Gebärmutter, wodurch die Gefahr von Blutungen nach der Geburt reduziert wird. Meist verzögert Stillen das Einsetzen der Regelblutung.


Wenn Sie nicht stillen

Wenn Mütter Ihr Baby nicht stillen können oder wollen, haben sie meist gute Gründe. Ein schlechtes Gewissen ist da fehl am Platz. Die heute erhältliche Säuglingsmilch deckt die Bedürfnisse des Säuglings. Lassen Sie sich also kein schlechtes Gewissen einreden, wenn Sie nicht stillen.


Tipps fürs Stillen

Beim Stillen wird Ihr Kind nicht nur ernährt, es erfährt auch Nähe, Geborgenheit und Zuwendung.

Wenn Ihr Kind möglichst viel in Ihrer Nähe ist, lernen Sie die Signale Ihres Kindes schnell kennen.

  • Stillen Sie Ihr Kind, so oft es das wünscht.
  • Beim Anlegen gilt: berühren, warten, heranziehen. Sprechen Sie auch immer mit Ihrem Kind.
  • Halten Sie beim Stillen Ihr Kind nahe an Ihrem Körper und achten Sie darauf, dass es den Mund weit öffnet, bevor es die Brust fasst.
  • Wechseln Sie beim Stillen die Seiten, aber erst nach 10 bis 15 Minuten Saugen und Schlucken an einer Brust.
  • Machen Sie sich mit verschiedenen Stillpositionen vertraut.
  • Verzichten Sie wenn möglich am Anfang auf Nuggi, Schoppen und Brusthütchen. So verhindern Sie, dass sich bei Ihrem Kind eine Störung des Saugverhaltens entwickelt.
  • Durch viel Körperkontakt können Sie das Stillen und die Bindung unterstützen.
  • Lassen Sie viel Luft an Ihre Brustwarzen.


Hungerzeichen und Sättigungszeichen erkennen

Die folgenden Listen soll Ihnen dabei helfen, Hungerzeichen und Anzeichen für das Sattsein zu erkennen. Die Zeichen treten vorübergehend auf und halten jeweils nicht lange an. Stillen Sie, wenn Sie eines der «frühen» Hungerzeichen erkennen, bevor Ihr Kind zu weinen beginnt.

Hungerzeichen

  • Suchen
  • Saugbewegungen
  • Motorische Aktivität: Hände zum Mund führen, Beugen der Arme, Beinbewegungen wie beim Fahrradfahren
  • Körperhaltung/Gemütszustand: angespannt, Fäustchen geballt
  • Schreien: Beachten Sie, dass dies das letzte Hungerzeichen ist

Sättigungszeichen

  • Beendigung des hörbaren Schluckens, Saugen ohne Nahrungsaufnahme und längere Pausen zwischen den Saugepisoden
  • Ihr Kind lässt die Brust selbst los, statt abgenommen zu werden
  • Verschwinden der Hungerzeichen
  • Körperhaltung/Gemütsverfassung: Arme und Beine entspannt, schläfrig
  • Schlafen


Stillpositionen

Die richtige Stillposition ist wichtig. Deshalb helfen Ihnen Ihre zuständigen Pflegefachpersonen von Anfang an dabei, Ihr Neugeborenes richtig an die Brust zu legen. Suchen Sie sich zu Hause oder unterwegs einen gemütlichen, ruhigen Platz zum Stillen. Für den Anfang sollten Sie mit einer der drei folgenden Stillpositionen vertraut sein: Wiege, Seite, Liegen.

© Bilder Stillpositionen: stillförderung.ch