Geburtshilfe

Brustbeschwerden

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen können beim Stillen Brustbeschwerden auftreten. Im Folgenden werden die häufigsten Probleme und deren Behandlung kurz beschrieben.


Milchstau

In der Stillzeit kann es zu einem Milchstau kommen. Die Brust kann überwärmt, hart, druckempfindlich und leicht gerötet sein. Ihre Körpertemperatur kann sich leicht erhöhen. Wird ein Milchstau nicht erkannt oder nicht behandelt, kann dies zu einer Brustentzündung (Mastitis) führen.

Behandlung

Die ganze Entleerung der Brust ist nun sehr wichtig. Legen Sie vor dem Stillen oder Abpumpen ein feuchtes warmes Tuch auf und massieren Sie die Brust. Stillen Sie Ihr Baby so, dass sein Kinn in Richtung der Verhärtung zeigt. So kann die Saugkraft besser wirken. Legen Sie nach dem Stillen oder Abpumpen ein nasses kaltes Tuch auf die betroffene Stelle. Halten Sie dabei die Brustwarze frei.


Brustentzündung (Mastitis)

Bei der Mastitis handelt es sich um eine entzündliche, schmerzhafte Erkrankung der Brust. Häufig ist sie die Folge eines Milchstaus. Sie kann aber auch als Reaktion auf Stress oder Müdigkeit auftreten oder eine Infektion als Ursache haben.

Die wichtigsten Symptome sind rasch auf über 38,5°C ansteigendes Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl. Zusätzlich tritt meist eine Rötung und Überwärmung an der betroffenen Brust auf.

Behandlung

Melden Sie sich umgehend bei einer Fachperson. Legen Sie vor dem Stillen oder Abpumpen einen feuchtwarmen Wickel auf und massieren Sie Ihre Brust. Legen Sie nach dem Stillen oder Abpumpen einen kühlen Quarkwickel auf die betroffene Stelle. Gönnen Sie sich vor allem viel Ruhe und trinken Sie genug.


Pilzinfektion (Soor)

Wenn Ihre Brustwarze juckt oder brennt und Sie einen anhaltenden stechenden Schmerz verspüren, handelt es sich vermutlich um eine Pilzinfektion. Diese ist zwar unangenehm, aber harmlos.

Behandlung

Wichtig ist, dass Mutter und Kind gleichzeitig behandelt werden. Kontaktieren Sie dafür die Stillberatung. Sie dürfen weiter stillen.


Wunde Brustwarzen

Wunde Brustwarzen kann es häufig zu Anfang der Stillzeit geben. Eine häufige Ursache dafür ist, dass das Kind nicht korrekt angesetzt wird oder falsch saugt.

Behandlung

Es gibt diverse unterstützende Massnahmen und Hilfsmittel, die zur Behandlung eingesetzt werden können. Besprechen Sie dies mit Ihrer Hebamme oder einer Pflegefachperson bzw. melden Sie sich zu einer Stillberatung an.


Muttermilch abpumpen

Es kann Situationen geben, in denen es hilfreich ist, wenn Sie Muttermilch abpumpen. Unter Gewinnen von Muttermilch finden Sie Tipps für die hygienisch einwandfreie Milchgewinnung zu Hause.


Stillberatung

Unser professionelles Stillberatungsteam berät und unterstützt Sie auf Wunsch vor, während und nach der Geburt bei allen Fragen rund um die Ernährung des Kindes und das Stillen. Die Kosten für drei Stillberatungen werden während Ihrer Stillzeit von der Krankenkasse übernommen.