Jahresbericht 2018: Trendwende und Rekordjahr – aber die Herausforderungen bleiben gross

Am Kantonsspital Winterthur (KSW) sind im letzten Jahr trotz des Trends «ambulant vor stationär» so viele Patienten wie noch nie stationär behandelt worden: 27’608. Auch im ambulanten Bereich gab es mehr Fälle als im Vorjahr, wegen Tarifanpassungen resultierte aber ein kleiner Rückgang bei den Taxpunkten (-2,5%). Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von CHF 16,4 Mio. und damit deutlich besser als 2017 (CHF 9,8 Mio.) ab.

Das Kantonsspital Winterthur kann auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken und hat mehr Patientinnen und Patienten mit medizinischen Leistungen versorgt. Die Zahl der stationären Patienten stieg nach einer Konsolidierung auf 27’608 an (Vorjahr: 27’088), und dies trotz des anhaltenden Trends «ambulant vor stationär». In einem Kalenderjahr wurden noch nie so viele Patienten am KSW stationär behandelt. Auch im ambulanten Bereich gab es erheblich mehr Fälle, wegen Tarifanpassungen resultierte aber erwartungsgemäss ein kleiner Rückgang bei den Taxpunkten auf 117 Millionen (Vorjahr: 120 Millionen).

Jahresgewinn und Betriebsertrag gestiegen

Die Geschäftszahlen haben sich 2018 positiv entwickelt: Der Jahresgewinn stieg bei einem Betriebsertrag von CHF 513,3 Mio. (+1,7%) auf CHF 16,4 Mio. und liegt wieder deutlicher im Plus als im Vorjahr (CHF 9,8 Mio.). Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg von 1,9% auf 3,1%, die EBITDAR-Marge lag mit 10,7% (Vorjahr: 11,5%) minim unter Vorjahresniveau. Der Trend zu mehr ambulanten Behandlungen wird sich fortsetzen, und die demographische Entwicklung lässt erwarten, dass die Zahl der komplexen stationären Behandlungen weiter zunehmen wird. Deshalb wird der tarifliche Druck für alle Spitäler hoch bleiben, zudem sind die Betriebsabläufe weiter an die veränderten Bedürfnisse anzupassen.

Weitere Anstrengungen sind nötig

Im Geschäftsjahr hat der Kantonsrat die Liegenschaften per 1.1.2019 aus dem zentralisierten Immobilienmanagement des Kantons entlassen und im Baurecht auf das KSW übertragen. Zusammen mit der Verabschiedung der Eigentümerstrategie, die den Gestaltungsspielraum vorgibt, ist dies ein grosser Schritt zur unternehmerischen Verselbständigung und schafft bessere Rahmenbedingungen. Dieser Fortschritt und die guten Zahlen im Berichtsjahr können aber nicht verbergen, dass die Spitalorganisation immer noch von hergebrachten Strukturen und Prozessen, insbesondere der kantonalen Verwaltung, geprägt ist. Es sind weitere Anstrengungen nötig, um zu einem modernen medizinischen Dienstleister zu werden. Das KSW wird weiter bedacht sein, medizinische Hochleistungen zu erbringen – und die Organisation so auszugestalten, dass der wirtschaftliche Erfolg aus eigener Kraft und in Kooperation mit Partnern zu schaffen ist.

Der gesamte Jahresbericht ist unter www.ksw.ch/jb18 abrufbar.


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PDF: Medienmitteilung


Weitere Informationen:

Michael Baumann
Unternehmenskommunikation
Tel. direkt 052 266 20 81
michael.baumann@ksw.ch


Das Kantonsspital Winterthur ist ein Zentrumsspital und behandelt jährlich über 250’000 Patientinnen und Patienten – über 27’600 davon stationär. Mit 3’500 Mitarbeitenden und 500 Betten stellt es in der Spitalregion Winterthur die medizinische Grundversorgung sicher und erbringt zusätzlich Leistungen der spezialisierten Versorgung für die Spitalregionen der umliegenden Spitäler. Darüber hinaus erfüllt das KSW einen wichtigen und umfassenden Ausbildungsauftrag.


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