Grosse Leberresektionen mittels Schlüssellochtechnik

Das KSW ist das erste Spital in der Schweiz, an dem grosse Leberresektionen mittels Schlüssellochtechnik durchgeführt wurden. Dies zum Vorteil für die Patienten.

Die Entfernung der rechten Leber wurde erstmals 1954 von französischen Chirurgen in Paris gewagt. Über die folgenden Jahrzehnte blieb die Resektion der rechten Leber anspruchsvoll, mit häufigen Bluttransfusionen, Komplikationen und einer hohen perioperativen Mortalität. Gegen Ende der 1990er Jahre begann der Trend zur minimalinvasiven Schlüssellochtechnik, seither ist dieses Verfahren in erfahrenen Zentren zur Routine geworden. Auf der Grundlage unserer ausgiebigen Erfahrung in der laparoskopischen Chirurgie führten wir in Winterthur 2015 zum ersten Mal in der Schweiz eine rechte Hepatektomie laparoskopisch durch, seitdem haben wir 19 Patienten auf diese Art operiert. Am SGVC-Meeting 2018 in Interlaken werden die Ergebnisse vorgestellt. In Bezug auf Blutverlust, Komplikationen oder 90-Tages-Mortalität zeigt sich kein Unterschied zwischen der laparoskopischen und der offenchirurgischen Operation, aber die Liegedauer für die Patienten ist nach dem laparoskopischen Eingriff kürzer. Grosse Leberresektionen werden am KSW in Zukunft daher präferenziell laparoskopisch durchgeführt.

Ihr Kontakt

Dr. med. Erik Schadde
Leitender Arzt Viszeral-/Thoraxchirurgie

 

 

 

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