Grössere Nachfrage nach ambulanten Leistungen am KSW

Am Kantonsspital Winterthur (KSW) hat im letzten Jahr bereits eine Entwicklung von stationären zu ambulanten Behandlungen stattgefunden: Im Vorjahresvergleich wurden 4,8% mehr ambulante Patientinnen und Patienten verzeichnet, im stationären Bereich blieb die Patientenzahl knapp auf dem Niveau von 2016. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von CHF 9,8 Mio. ab. Ohne Sondereffekte wäre das Ergebnis um CHF 8,6 Mio. besser ausgefallen.

Der Trend zu mehr ambulanten Behandlungen hat sich am KSW erwartungsgemäss bereits 2017 manifestiert. Die Zahl der ambulant behandelten Patienten nahm gegenüber dem Vorjahr um 4,8% zu. Dass hingegen die Patientenzahl im stationären Bereich (27‘088) auf dem Vorjahresniveau (27‘190) blieb, kam vor dem Hintergrund der Erwartungen im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung überraschend, war aber ein überregionales Phänomen. Das KSW hat seine Position im Markt halten können.

Höherer Betriebsaufwand

Da sich das Kantonsspital Winterthur personell auf ein Wachstum im stationären Bereich ausgerichtet hatte, stieg der Betriebsaufwand um 5,2% auf CHF 495,1 Mio. an. Allerdings trug die deutliche Zunahme des Sachaufwands, die auf verschiedene Sondereffekte zurückzuführen ist, zum höheren Betriebsaufwand bei. Aus diesen Gründen blieb das operative Ergebnis 2017 hinter demjenigen des Vorjahres zurück. Bei einem Betriebsertrag von CHF 504,9 Mio. (+0,9%) resultierte ein Jahresgewinn von CHF 9,8 Mio. (2016: 29,8 Mio.).

Weiterhin Bedarf nach gleichem Handlungsspielraum wie andere Listenspitäler

Ungelöst bleibt das Problem, dass das KSW im Vergleich mit anderen Listenspitälern über einen kleineren unternehmerischen Handlungsspielraum verfügt. Daran hat sich 2017 wenig geändert, nachdem das Volk im Mai die Abstimmungsvorlage über eine Umwandlung in eine AG abgelehnt hatte. Um die kommenden Herausforderungen flexibel meistern zu können und im Vergleich mit der Konkurrenz nicht ins Hintertreffen zu geraten, bleiben für das KSW Veränderungen bei den betrieblichen Rahmenbedingungen ein zentrales Anliegen. Mit der aufgegleisten Revision des Gesetzes über das KSW, das die Liegenschaften im Baurecht auf das Spital überträgt, wird ein erster Schritt zu mehr strategischem und operativem Freiraum gemacht.

Die Arbeiten für den Ersatzneubau des Bettenhochhauses sind auf Kurs

Die baulichen Voraussetzungen für eine qualitativ hochstehende Betreuung der Patienten schafft das KSW mit dem Ersatzneubau für das Bettenhochhaus. Die Arbeiten für dieses Grossprojekt liegen im Zeitplan: Der Rohbau wird voraussichtlich 2019 fertig sein, der Bezug des Neubaus 2021 erfolgen.


Online-Jahresbericht auf http://jahresbericht.ksw.ch


Weitere Informationen

André Haas, Leiter Unternehmenskommunikation, 052 266 21 04, andre.haas@ksw.ch


Dokument

PDF: Medienmitteilung


Das Kantonsspital Winterthur ist ein Zentrumsspital und behandelt jährlich über 250’000 Patientinnen und Patienten – über 27’000 davon stationär. Mit 3’500 Mitarbeitenden und 500 Betten stellt es in der Spitalregion Winterthur die medizinische Grundversorgung sicher und erbringt zusätzlich Leistungen der spezialisierten Versorgung für die Spitalregionen der umliegenden Spitäler. Darüber hinaus erfüllt das KSW einen wichtigen und umfassenden Ausbildungsauftrag.


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