Sterilitätsabklärung

Sterilitätsabklärung

Gemäss Definition der WHO (Weltgesundheitsorganisation) wird die Diagnose Sterilität gestellt, wenn bei einem Paar trotz regelmässigem, ungeschützten Geschlechtsverkehr nach mehr als 12 Monaten keine Schwangerschaft eintritt. Spätestens dann empfiehlt sich eine Sterilitätsabklärung bei der Frau und dem Mann.

Sterilitätsabklärung bei Paaren - KSW


Häufigkeit

Aktuell geht man in der Schweiz davon aus, dass ca. jedes 8. Paar ungewollt kinderlos ist.


Ursache

Die Ursache der Sterilität kann nicht in allen Fällen geklärt werden, in ca. 20 % der Fälle sind beide Partner gesund. Zu je einem Drittel besteht die diagnostizierte Sterilität aufgrund eines Problems beim Mann allein, bei der Frau allein oder aufgrund einer ungünstigen Kombination der Partner.

Gründe für die weibliche Sterilität sind:

  • Störung in der Eizellreifung (z. B. durch PCO-Syndrom)
  • gestörter Transport der Eizelle (z. B. bei Endometriose oder Tubenverschluss nach Chlamydieninfektion)
  • Fehlbildungen/Störungen des Uterus (z. B. durch Myome oder Einnistungsprobleme nach Operationen in der Gebärmutterhöhle)

Gründe für die männliche Sterilität sind:

  • Hodenprobleme (z. B. Infektionen, Trauma)
  • Störungen der Samenwege
  • eingeschränkte Spermien
  • hormonelle oder genetische Ursachen
  • sexuelle Störungen

Erkrankungen wie Adipositas, Herzerkrankungen oder Diabetes, aber auch übermässiger Nikotin- und  Alkoholkonsum schränken die Fertilität bei Frau und Mann ein.


Abklärung

Bei der Sterilitätsabklärung findet ein ausführliches Gespräch mit dem Paar statt.

Bei der Frau wird eine gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall von Uterus und Ovarien empfohlen. Zudem erfolgt in der Regel eine hormonelle Abklärung im Blut und eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung. Je nach Ergebnissen aus den Untersuchungen erfolgen weitere Tests.

Beim Mann empfehlen wir ein Spermiogramm, dass heisst die genaue Analyse der Spermienmenge, der Spermienbeweglichkeit und der Spermienform. Finden sich Auffälligkeiten im Spermiogramm oder in der Krankengeschichte ist eine weitere urologische Abklärung empfohlen.


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