Schilddrüse

Schilddrüsenkrebs

Es gibt fünf verschiedene Formen von Schilddrüsenkrebs und unzählige Unterformen, die beiden häufigsten Formen (papilläres und follikuläres Karzinom) sind durch eine Operation und meist eine Radiojodbehandlung sehr gut therapierbar und in mehr als 90% der Fälle heilbar. Das Risiko an Schilddrüsenkrebs zu versterben ist sehr klein. Nur in sehr seltenen Fällen treten aggressive Schilddrüsenkrebse auf.

  • Ursache

    Die eigentliche Ursache ist nicht bekannt, selten gibt es genetische Krebserkrankungen der Schilddrüse, die dann eine ganze Familie betreffen können (medulläres Karzinom). Einige Risikofaktoren sind beschrieben (v.a. Bestrahlung in der Kindheit, Atomkraft-Unfälle).

  • Häufigkeit

    In der Schweiz erkranken pro Jahr etwa 500 Frauen und 200 Männer an Schilddrüsenkrebs. In den letzten Jahren nimmt die Anzahl der Schilddrüsenkrebserkrankungen zu, wahrscheinlich unter anderem weil sie durch neue Untersuchungsmethoden besser entdeckt werden.

  • Untersuchung

    Ist ein Knoten im Ultraschall auffällig, wird er mit einer feinen Nadel punktiert. Auch werden die Lymphknoten am Hals genau untersucht, da diese betroffen sein können. Kann der Ultraschall und eine Punktion keine Gewissheit über die Gutartigkeit geben, ist zumindest eine Verlaufskontrolle oder bei höhergradigem Verdacht eine Operation empfohlen. Nur durch die Operation kann ein spezieller Knoten vollständig untersucht und gleichzeitig therapiert werden. Das ist wichtig, da die Prognose bei Schilddrüsenkrebs in einem frühen Stadium viel besser ist als in einem Spätstadium.

Operation

  • Wie und wann wird operiert?

    Nicht jeder Schilddrüsenkrebs wird gleich behandelt. Bei sehr kleinen Knoten genügt die Entfernung der betroffenen Schilddrüsenhälfte zur Heilung des Krebses. Die Entfernung der ganzen Schilddrüse kann etwas mehr Komplikationen mit sich bringen und wird daher nur in begründeten Fällen durchgeführt. Handelt es sich um einen fortgeschrittenen Krebs oder liegen spezielle Risikofaktoren vor, werden die gesamte Schilddrüse und je nach Krebsform auch die Lymphknoten entlang der Luftröhre entfernt. Als Nachbehandlung wird dann einige Wochen nach der Operation eine Radiojodbehandlung durchgeführt.

  • Kontrolle / Nachsorge

    Ist der Krebs mit einer halbseitigen Schilddrüsenentfernung behandelt, sind meist keine Hormontabletten notwendig. Es werden dann Nachsorgen mit Hormonbestimmung und Ultraschall in der Schilddrüsensprechstunde gemacht.

    Wenn eine Schilddrüsenentfernung mit Radiojod-Behandlung notwendig war, sind die Nachkontrollen auf der Nuklearmedizin. Es werden anfänglich alle 6 Monate Blutkontrollen und ein Ultraschall des Halses durchgeführt. Zusätzlich kann eine Radiojodszintigraphie durchgeführt werden. Häufig ist eine Schilddrüsenhormonbehandlung in etwas erhöhter Dosierung (TSH <0.1mU/l) notwendig.

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