Männliche Geschlechtsorgane

Erektionsstörung / Erektile Dysfunktion

Eine Erektionsstörung tritt als Folge von Durchblutungsstörungen der Schwellkörper auf. Häufigste Ursachen hierfür sind generalisierte Arteriosklerose (Gefässverkalkung), Erkrankungen der Nerven oder psychogene Faktoren.

Therapeutisch stehen systemische und topische Substanzen in Tablettenform oder als Spritzen zur Verfügung. Bei fehlendem Ansprechen auf Medikamente ist eine operative Therapie mittels Penisprothese möglich.


Ursache

Die Ursache für die meisten Erektionsstörungen ist organisch, also körperlich. Dabei spielen die Blutgefässe die wichtigste Rolle, insbesondere die blutzuführenden Arterien. Aufgrund verschiedener Grunderkrankungen, wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen etc., kann es zur Gefässverkalkung kommen (Arteriosklerose).

Das führt dazu, dass bei Erregung die Mehrdurchblutung des Penis unzureichend ist und somit die Füllung und Versteifung der Schwellkörper nicht ausreicht.

Seltenere Ursachen sind Erkrankungen des Nervensystems (gestörte Kontrolle über Blutgefässe und somit der Blutfluss in die Schwellkörper) oder hormonelle Störungen (Testosteronmangel).

Bei jüngeren Patienten spielen oft psychogene Faktoren eine Rolle. Nicht selten kann die Erektionsstörung nach Operationen im kleinen Becken auftreten, z. B. nach einer Prostataentfernung oder Enddarmentfernung.


Untersuchung

Eine körperliche Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung der Geschlechtsorgane ist unabdingbar.

Zusätzliche Untersuchungen sind nur bei speziellen Fragestellungen angebracht. Dazu gehören:

  • Hormonbestimmungen im Blut
  • ultraschallgesteuerte Flussuntersuchung der Penisgefässe (Penisduplex-Sonographie)
  • Untersuchung der Schwellkörper auf Druckanstieg (Cavernosometrie)
  • radiologische Darstellung der Blutabflusswege (Cavernosographie)

Behandlung

Bei der Behandlung der Erektionsstörungen führt eine Veränderung des Lebensstils fast immer zu einer gewissen Verbesserung. Dazu zählen Gewichtsnormalisierung, Sport, ausgeglichene Ernährung oder Vermeiden von Nikotin und Alkohol.

Unterstützend wird meist auch eine medikamentöse Therapie verordnet. Diese kann in Form von Tabletten, Gel zum Einführen in die Harnröhre oder als Schwellkörper-Selbstinjektions-Therapie (SKAT) angewendet werden.

Als letzte und chirurgische Massnahme kommt die sogenannte Penisprothese zum Einsatz. Dabei werden hydrostatisch aufblasbare Schwellkörper in den Penis eingesetzt, die über eine Pumpe im Hodensack bedient werden können.