Hormonstörungen

Hormonstörungen

PCO-Syndrom

Das polyzystische Ovar-Syndrom (PCO-S) ist eine Störung des weiblichen Hormonhaushalts, bei welchem im Eierstock zu viel männliche Hormone gebildet werden. Dies führt häufig zu längeren Monatszyklen (>35 Tage) oder vermehrter Behaarung im Kinn-Oberlippenbereich, im Schambereich, an Armen oder Beinen. Auch eine Akne kann stärker ausgeprägt sein. Manchmal kommt ein diffuser Haarausfall des Kopfes dazu sowie eine Gewichtszunahme.

Die Diagnosestellung erfolgt über eine genaue gynäkologische Anamnese und Untersuchung inklusive Ultraschall und durch Bluttests.


Hyperprolaktinämie

Eine Erhöhung des Milchhormons ausserhalb einer Schwangerschaft oder der Stillzeit kann Auswirkungen auf die Brust (Milchfluss) oder den Monatszyklus haben (unregelmässige Blutungen oder sogar Ausbleiben der Periode). Diese Störung sollte abgeklärt und therapiert werden.


Endometriose

Endometriose ist eine gutartige jedoch oft schmerzhafte chronische Erkrankungen bei Frauen im reproduktiven Alter. Etwa jede zehnte Frau in der Schweiz und auch weltweit ist davon betroffen. Dabei siedeln sich Gebärmutterschleimhaut-Inseln ausserhalb der Gebärmutterhöhle an und verursachen Schmerzen, insbesondere während der Menstruation. Folgen davon können Verwachsungen, Eileiterverschluss, Zystenbildung oder Funktionsstörungen benachbarter Bauchorgane sein.

Die Behandlung einer Endometriose kann sowohl medikamentös wie auch operativ erfolgen. Dies hängt davon ab, wie fortgeschritten die Endometriose bereits ist und ob ein Kinderwunsch vorliegt.