Bauchfell

Krebsbefall des Bauchfells - Peritonealkarzinose

Krebskranke Organe der Bauchhöhle können bösartige Zellen in das Bauchfell streuen (Metastasen). Die Erkrankung heisst Peritonealkarzinose und wird häufiger bei Geschwulsten des Darms, Magens und der Eierstöcke festgestellt. Dabei handelt es sich um ein fortgeschrittenes Krebsleiden.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

In der Regel sind umfangreiche Untersuchungen notwendig, um das genaue Ausmass der Erkrankung zu bestimmen. Neben Blutabnahmen und Bildanfertigungen können auch Magen- und Darmspiegelungen notwendig sein. In vielen Fällen ist eine Bauchspiegelung mit Vollnarkose (diagnostische Laparoskopie) notwendig, um einen optimalen Therapieplan zur erstellen. Eine Bauchspiegelung wird über kleine Schnitte durchgeführt und belastet die Patienten wenig. Bei der Behandlung des Bauchfellkrebs arbeiten verschiedene medizinische Fachspezialisten zusammen.

Operation

  • Operationen bei Bauchfellkrebs

    Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Behandlung aus einer Operation mit einer gleichzeitigen Chemotherapie. Hierbei wird der sichtbare Krebs am Bauchfell und befallene Organteile chiurgisch entfernt (Zytoreduktive Chirurgie). Anschliessend wird während der gleichen Operation die Bauchhöhle über 60-90 Minuten mit einem Chemotherapeutikum gespült. Zur besseren Wirksamkeit wird die Spülflüssigkeit auf 42°C erwärmt (Hypertherme intraoperative intraperitoneale Chemotherapie, kurz: HIPEC). Das Ziel der Chemotherapie ist es, nicht sichtbare bösartige Zellen in der Bauchhöhle zu zerstören. Nach der Operation werden die Patienten mehrere Tage auf der Intensivstation überwacht.

  • Wenn keine Operation möglich ist?

    Häufig kann erst durch eine Bauchspiegelung entschieden werden, ob der ausgedehnte und belastende Eingriff durchgeführt werden kann. Sollte dies nicht möglich sein, kann ein Chemotherapeutikum über eine Bauchpiegelung als Gas (Aerosol) direkt in die Bauchhöhle gespritzt werden (Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy, kurz PIPAC). Dieser wenig belastende Eingriff ist in der Regel eine Ergänzung zur Chemotherapie, die nicht über eine Bauchspiegelung in der Bauchhöhle durchgeführt wird.

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