BlueConnect aus Sicht einer Hausärztin

Aus welcher Motivation heraus haben Sie sich für BlueConnect entschieden?

Christine Rebmann: Weil ich das grosse Potenzial zur Vereinfachung der Kommunikationswege und zur Verminderung des sprichwörtlichen Aktenberges erkannte. Und weil es ein Novum war, eine Software zu erhalten, die sich uns anpasst und nicht umgekehrt.

Worin sehen Sie für zuweisende Ärztinnen und Ärzte den Hauptnutzen von BlueConnect?

Der Hauptnutzen liegt für mich im direkten und verschlüsselten Datentransfer. Das Programm erkennt den Empfänger aus dem Brief heraus selbständig, die Suche nach der E-Mail-Adresse oder der Fax-Nummer entfällt. Morgens logge ich mich einmal mit meinem HIN-Passwort ein, ich muss nicht verschiedene Identitäten und Passwörter für  verschiedene Klinik-Portale aufbewahren und verwenden.

Wie verändert BlueConnect die Arbeitsabläufe in einer Praxis?

Seit der Einführung von BlueConnect haben wir nur noch eine verschwindend kleine, gegen null strebende Anzahl von Briefen, die geöffnet, zugeordnet, eingescannt und in die elektronische Krankengeschichte transferiert werden müssen. Auch Faxe kommen nicht mehr physisch bei uns an. So bleibt für die MPA nur dieses eine, virtuelle Postfach BlueConnect, in das auch die Mails gelangen, zusammen mit obgenannten Dokumenten. Sie kann am Empfang sitzen, Anrufe entgegennehmen, die Patienten empfangen und nebenher alle Post sortieren. Die Berichte werden automatisch beschriftet nach Kriterien, die wir selbst festlegen können, und je nach Software direkt oder mit einem Mausklick in die elektronische Kranken-geschichte transferiert. Anfragen an die Ärzte können in ein Dringlichkeitsfach verschoben werden, dort sind auch Rezepte und Verordnungen zur elektronischen Unterschrift und zur Weiterleitung hinterlegt. Als Ärztin habe ich somit einen einzigen Zugang für diese Arbeiten, die ich bequem zwischen zwei Konsultationen oder im Home-Office erledigen kann. Auf diesem Weg kann ich auch Rückfragen an die MPAs stellen oder ihnen Aufträge erteilen. Es gibt in unserer Praxis also keine Zettelchen mehr. Wir alle haben dadurch wieder mehr Zeit für die Menschen, die zu uns kommen.

Welche Hürden galt es während der Einführungsphase zu  überwinden?

Hürden gab es gar keine. Das Programm ist komplett intuitiv zu bedienen, es funktionierte fehlerfrei ab dem ersten Tag. Ausserdem wurden im Voraus unsere Arbeitsabläufe ermittelt und das Programm individuell auf unsere Praxis zugeschnitten. Die auf die letzte Frage gegebenen Antworten können für eine andere Praxis also durchaus anders ausfallen.

Mit welchen Kosten muss eine Praxis für die Installation rechnen?

Die Installationskosten bewegen sich zwischen CHF 900.– und CHF 1300.–, je nach Grösse der Praxis. Darin enthalten sind die Analyse der Arbeitsabläufe, der Vorschlag für die individuelle Anpassung der Software, die Vorbereitung über Fernwartung, die eigentliche Installation und die Nachbetreuung. Wir holen diese Kosten und die Lizenzkosten wieder rein durch die Reduktion eines MPA-Pensums um etwa fünf Prozent und die höhere Zufriedenheit von uns allen mit unserer Arbeit.

Dipl. Ärztin Christine Rebmann

 

 

 

 

 

 

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