Aus Licht und Beton

Die Radio-Onkologie hat ihren Neubau bezogen. Vom viergeschossigen «Haus R» ist nur die Hälfte sichtbar, was ihm optisch Leichtigkeit verleiht. Entscheidend ist aber das Innenleben; die «neue Radio-Onkologie» verbindet hohe technische Standards mit guten Voraussetzungen für die persönliche Patientenbetreuung und eine reibungslose Zusammenarbeit im Team.

Einer der beiden Linearbeschleuniger ist neu, der andere wurde vom alten Standort übernommen. Neu ist auch ein Computertomograph mit 85 Zentimetern Innendurchmesser, das weltweit grösste Modell auf dem Markt. In der Schweiz gibt es nur zwei davon, der andere Tomograph steht im CHUV in Lausanne. «Der Innendurchmesser unserer Geräte ist eine wichtige Grösse, denn je nach Lage eines Tumors muss der Patient eine bestimmte Körperhaltung einnehmen können», sagt Dr. med. Urs R. Meier, Direktor und Chefarzt der Klinik für Radio-Onkologie. Seit der ersten Maiwoche werden alle Strahlentherapie-Sitzungen im Haus R vorgenommen, die «alte» Radio-Onkologie ist geräumt. Bereits am 20. März wurde im Neubau der erste Patient behandelt.

Kein Leichtgewicht
Trotz Licht und leichter Wirkung: Das «Haus R» ist kein Leichtbau. Allein schon die Untergeschosse sind voluminös, insgesamt waren 19’000 Kubikmeter Aushub (das entspricht rund 500 vollen Güterwagen) zu bewältigen. Für den Rohbau wurden anschliessend 3200 Kubikmeter Beton und 400 Tonnen Eisen verwendet. Die zwischen 1,48 und 1,64 Meter starke Decke über den beiden Linac-Bunkern wiegt 900 Tonnen, dreimal so viel wie ein Zürichsee-Dampfschiff. Rund 20 Tonnen (entspricht ca. 5 Elefanten) wiegt die Tür zu einem der Bunker mit den Linearbeschleunigern.