Isabella Meier-Büchi

Biomedizin. Analytikerin CZL
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KUNST IM KSW

«Landschaft» und «Lovezone» von Markus Weiss


Von Elisabeth Kurth-Schmid, Mitglied der Kunst- und Gestaltungskommission

Etwas über Kunst im KSW schreiben - müssen oder dürfen? Ich habe mich für Letzteres entschieden und sehe den Auftrag als Herausforderung,mich mit einem Künstler und seinem Werk auseinandersetzen zu dürfen. Was liegt nun näher, als etwas zu den Werken zu schreiben, denen ich täglich bei der
Arbeit begegne und die mir zudem sehr gefallen?

Ich arbeite als Pflegefachfrau auf der Chirurgie im 7. Stock. Dort hängen seit der Sanierung des Bettenhauses im Jahr 2002 vier Werke von Markus Weiss.

Da mir der Künstler und die Entstehung seines Werks unbekannt waren, machte ich mich im Internet auf die Suche nach Informationen und wurde auch fündig. Wie es so üblich ist in der heutigen Zeit, erfolgte der Erstkontakt via E-Mail. Der Künstler lud mich ein in sein Atelier. Ich war sehr gespannt und freute mich auf die Begegnung mit Markus Weiss.

So machte ich mich an einem schönen Spätsommertag auf den Weg. Der freundliche Künstler empfing mich barfuss in seinem Atelier im 4. Stock eines Hauses in einem Industriequartier von Zürich mit Blick auf den Üetliberg. In diesem einen Raum lebt und arbeitet der Künstler. Ich fragte ihn, wie er zu dem Auftrag gekommen sei, Bilder fürs KSW zu gestalten. Es sei ein Zufall gewesen, meinte er lachend. Am Projektwettbewerb habe er nämlich nicht teilgenommen.

In seinen Arbeiten beschäftigt sich Markus Weiss mit imaginären Räumen und Landschaften, die vollständig am Computer entstehen. Zuerst baut der Künstler die Welten dreidimensional auf, setzt Licht- und Farbakzente, dann erforscht er sie gleich einem Maler romantischer Landschaften. Für die vierteilige Landschaftsserie hat er sich an imaginäre Strände begeben und hat so den Ausblick und den Ausschnitt für seine Bilder gesucht. Die Bilder wurden dann maschinell mittels Acryl-Airbrush auf Leinwände übertragen und auf Keilrahmen aufgezogen.

Drei der vier Bilder im 7. Stock tragen den Titel «Landschaft», das vierte «Lovezone». Die Titel seiner Werke seien zufällig. Wahrscheinlich sei er beim Gestalten von «Lovezone» verliebt gewesen, bemerkte er schmunzelnd. Die Seelenlandschaften, als die Weiss seine Werke versteht, vermitteln Stimmungen in ruhigen Blautönen, kräftigen Komplementärfarben, feurigen Orange-Gelb-Rosa-Tönen bis hin zu Schwarz-Weiss. Die vier Bilder mit einem Format von 87 280 cm wirken realitätsnah, ohne aber die digitale Herkunft zu verleugnen.

Die neueren Werke werden nicht mehr maschinell gesprayt. Heute malt Markus Weiss von Hand mit Öl. Für ein Werk der genannten Grösse braucht er ungefähr 11⁄2 Monate. Gerne würde er auch in Zukunft beim Grossformat bleiben. Der Kunstmarkt sei aber heute so hart und der Druck der Galerien so gross, dass er sich beugen musste und heute auch kleinformatige Bilder kreiert. Gerne lade ich Sie ein, sich mit den vier Bildern vor Ort auseinanderzusetzen.


Mehr Information
Kurzporträt Markus Weiss
«Landschaft» und «Lovezone», Acryl-Airbrush auf Leinwand von Markus Weiss



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