Dr. med. Thomas H. Hess

Chefarzt
Dept. Geburtshilfe und Gynäkologie
Mein Alltag
Als Chefarzt ist es mir eine Ehre, die Patientinnen betreuen zu dürfen, den Kontakt mit den zuweisenden Ärzten zu pflegen und eine Verpflichtung, die Qualität in der Klinik zu wahren und junge Ärztinnen und Ärzte zu schulen und auszubilden.
Dept. Geburtshilfe und Gynäkologie FENSTER SCHLIESSEN

EMPFÄNGNISVERHÜTUNG

Die Empfängnisverhütung bietet in der Beratung folgende Methoden an:


Hormonelle Verhütungsmethoden

  • Anti-Baby-Pille
    Die Anti-Baby-Pille ist eine Kombination aus synthetischem Östrogen (Ethinylöstradiol) und einem Gestagen, das meist in einer sogenannten Mikropille verabreicht wird.
  • Transdermale Applikationsform (Evra-Pflaster)
    Beinhaltet dieselben Wirkstoffe, die mit einem transdermalen Pflaster auf die Haut geklebt werden. Eine ähnliche Applikationsform wird mittels einem Vaginalring (NuvaRing®) verabreicht.
  • Mini-Pille
    Die Mini-Pille hat als Wirkstoff nur ein reines Gestagen, das sehr regelmässig und zuverlässig eingenommen werden muss und sich vorallem bei stillenden Frauen anbietet, da nur eine minimale Wirkstoffmenge von Gestagen verabreicht wird.
  • Hormonimplantat
    Das gleiche Wirkungsprinzip wie mit der Mini-Pille wird mit einem Implantat erreicht, das unter die Haut eingesetzt wird (Implanon®), das den Wirkstoff kontinuierlich in den Körper abgibt und die Zuverlässigkeit deutlich steigert.


Intrauterine Spiralen (IUD)

Intrauterine Spiralen werden zur Empfängnisverhütung in die Gebärmutterhöhle eingelegt, dabei sind vorallem Kupferspiralen und Hormon abgebende Spiralen zu unterscheiden (Mirena®).


Barriere-Methoden

Die Barriere-Methoden beinhalten den Vorteil, dass sie auch vor Infektionen (HIV) einen zusätzlichen Schutz bieten. Am meisten Verbreitung findet das Kondom für den Mann. Es gibt aber auch das so genannte Frauenkondom (Femidom), das jedoch weniger Akzeptanz findet. Bei Frauen ist es möglich die Barrieremethode mit dem so genannten Diaphragma anzubieten, das jedoch erst nach genauer Anpassung, Beratung und in Kombination mit Spermiziden-Salben eine Verwendung finden darf.


Natürliche Methoden“

Stützen sich vorallem auf die Temperatur-Messmethode der so genannten Basaltemperatur, die sichere und unsichere Tage zur Konzeption oder Empfängnisverhütung berechnen lässt, jedoch nur bei Frauen mit absolut zuverlässigem und regelmässigem Zyklus. Bekannt ist vorallem die Knaus-Ogino-Methode als Symptotermale Methode. Diese Methoden funktionieren nicht bei allen Frauen und bedürfen einer genauen Instruktion und Aufklärung, dass auch Versager auftreten können.


Notfallverhütung

Für die Notfallverhütung sind bekannt die Pille danach, die auch frei erhältlich über Apotheken eine Verbreitung findet und auch die Möglichkeit der so genannten Interzeption mit einer Spirale durch die Frauenärztin/Frauenarzt.


Definitive Methoden

Als definitive Methoden sind die Sterilisation des Mannes (Unterbindung des Samenleiters) und der Frau (die Unterbindung des Eileiters) zu erwähnen, die jedoch erst nach eingehender Beratung und bei sicher abgeschlossener Familienplanung als operative Lösungen (beim Mann in Lokalanästhesie und bei der Frau mit einer Narkose) empfohlen werden können.



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