MEDIENMITTEILUNG
Rechnung 2010 des Kantonsspitals Winterthur weist Überschuss aus
KSW will Qualität und Effizienz weiter steigern
13.4.2011
Das Kantonsspital Winterthur hat im Jahr 2010 mehr Patienten behandelt und einen Überschuss von CHF 9,2 Mio. erwirtschaftet. Die Anzahl der stationär behandelten Patienten stieg um rund 5% auf 23'934. Dabei war der Anteil an zusatzversicherten Patienten um 11% höher als im Vorjahr. 103’354 (+ 10%) Patienten wurden ambulant behandelt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro stationär behandelter Patient sank um 0,2 Tage auf 7,0 Tage. Die kürzere Aufenthaltsdauer wie auch die überproportionale Zunahme der behandelten Patienten je Mitarbeitender sind unter anderem Ergebnis von Prozessinnovationen. Innovation und Prozessoptimierungen Einen deutlichen Anstieg an stationär behandelten Patienten verzeichneten insbesondere die Kliniken für Orthopädie (22%) und Urologie (10%). In beiden Kliniken wurden durch die Einführung neuer Behandlungsmethoden auch Abläufe optimiert. Mit der Effizienzsteigerung erhöht sich auch die Behandlungsqualität für den Patienten: Er wird schonender operiert, erholt sich nach dem Eingriff rascher, und der Spitalaufenthalt verkürzt sich. (An der Jahresmedienkonferenz wird dies am Beispiel der Hüfttotalprothese konkretisiert.)
Die Leistung spiegelt sich im Finanzergebnis widerDie Jahresrechnung 2010 zeigt, dass das KSW auf dem richtigen Weg ist: Die Rechnung schliesst um CHF 9,2 Mio. besser ab als budgetiert. Der Spitalrat beantragt dem Kantonsrat, den Gewinn zur Stärkung der Eigenkapitalbasis des KSW zu verwenden. Aufgrund der gestiegenen Patientenzahlen im stationären und im ambulanten Bereich erhöhten sich die Erträge gegenüber dem Vorjahr um CHF 22,6 Mio. (7,3%). Die positive finanzielle Entwicklung ergibt sich aus der stetig steigenden Nachfrage sowie der kontinuierlichen Verbesserung von Abläufen und der damit verbundenen Produktivitätssteigerung. Das KSW ist auf die Einführung des revidierten KVG mit den Fallpauschalen nach SwissDRG sowie der freien Spitalwahl für die Patienten gut vorbereitet.
Aus dem Jahresbericht 2010
«Die Austritte stationär behandelter Patienten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1049 auf 23'934 (+ 4,6%). Der CMI (durchschnittlicher Schweregrad und Komplexität der stationär behandelten Fälle) erhöhte sich leicht auf 0,9266. Der Anteil der Zusatzversicherten betrug rund 20%. Trotz der Reduktion der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer pro Fall um 0,2 Tage auf 7,0 Tage (Vorjahr 7,2 Tage) stieg das Total der Pflegetage von 164'653 auf 167'966. Die Bettenbelegung lag mit 90,4% leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 89,9%). Insgesamt wurden 103'354 Patienten ambulant behandelt (+ 10,2%). Die Taxpunkte für ambulante Behandlungen stiegen um 17,0 % von 53,6 Mio. auf 62,7 Mio. Der durchschnittliche Stellenbestand nahm gegenüber 2009 um rund 48 Stellen auf 1718 Stellen (+ 2,9%) zu.» (Jahresbericht, S. 108) Weitere Details: Jahresbericht 2010, insbesondere «Editorial» und «Finanzbericht».
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André Haas
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