MEDIENMITTEILUNG
Klinik für Radio-Onkologie am KSW erhöht durch den Ersatz eines Geräts Qualität und Effizienz der Behandlungen
Modernisierung der Behandlungen in der Radio-Onkologie
5.11.2010
Im November ersetzt die Klinik für Radio-Onkologie am KSW ein Gerät für die Bestrahlung von Tumoren. Der neue Linearbeschleuniger ist moderner und effizienter. Dadurch verkürzen sich die Behandlungszeiten. Zudem lassen sich dank neuer Funktionalitäten mit dem neuen Linearbeschleuniger Tumoren behandeln, die sich bisher nicht bestrahlen liessen. Fazit: Für die Klinik für Radio-Onkologie bedeutet der neue Linearbeschleuniger ein Verbesserung der Behandlungsqualität und der Effizienz. Der voll digitalisierte Linearbeschleuniger wird von einem zentralen Rechner aus gesteuert, was den Einsatz erheblich erleichtert. Dank eines integrierten Computertomografen (CT) ist es möglich, Tumoren mit einer Genauigkeit von 1 bis 3 Millimeter zu lokalisieren und zu behandeln. Zudem lassen sich mit dem Gerät deutlich höhere Strahlendosen verabreichen, so dass bösartiges Gewebe zuverlässiger zerstört werden kann und die Behandlungsdauer erheblich verkürzt wird, ohne dass der Patient über die ganze Dauer der Therapie einer höheren Belastung ausgesetzt ist. Dadurch können höhere Heilungsraten und eine schonendere Therapie erreicht werden.
Höhere Präzision dank dynamischer Bestrahlung Die Strahlungsquelle wird um den Patienten gedreht und gleichzeitig in der Intensität moduliert, wodurch Feldgrösse und -stärke genau dem konkreten Tumor angepasst werden können. Dies ist möglich dank speziellen Lamellen. Diese wie Blenden funktionierenden Elemente sorgen zudem dafür, dass das Bestrahlungsfeld laufend genau auf den Tumor ausgerichtet werden kann. Gesundes, empfindliches Gewebe kann dadurch geschont werden.
Fortschritt bei der Bestrahlung von Lungenkrebs Neu ist eine atemgesteuerte Bestrahlung möglich, das sogenannte Gating. Beim Ein- und Ausatmen bewegt sich das Zwerchfell und damit auch der Tumor in der Lunge je nach Lage um 1-2 cm. Das machte es bisher erforderlich, ein grösseres Gebiet zu bestrahlen. Neu kann die Behandlung so gesteuert werden, dass die Bestrahlung nur in bestimmten Atemphasen erfolgt, wodurch weniger gesundes Gewebe betroffen ist. Das ist möglich dank einer genauen Vermessung und Überwachung des Brustkorbs. Mit dieser Methode lassen sich kleine Tumoren in der Lunge mit hoher Dosis bestrahlen. In Zukunft werden sich damit auch vermehrt isolierte Lungenmetastasen behandeln lassen.
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André Haas
Leiter Kommunikation
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