MEDIENMITTEILUNG
Neue Operationsmethode perfektioniert die Implantation von Knieprothesen
KSW setzt auf innovative Knieprothesen-Operation
9.6.2010
In der Schweiz müssen sich jedes Jahr über 11'000 Personen eine Knieprothese einsetzen lassen. Die Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital Winterthur (KSW) setzt für die Implantation von Knieprothesen auf eine neue Methode, die einen Meilenstein in der Knieprothetik darstellt. Sie wurde von Spezialisten aus vier Schweizer Spitälern und der Schweizer Firma Medacta entwickelt. Dr. Markus Pisan, Chefarzt am KSW, wirkte an der Entwicklung mit. Alle vier Spitäler setzen die Methode bereits erfolgreich ein. Weit über 50 Mal wurde die innovative Methode im Bereich der Implantation von Knieprothesen bereits erfolgreich angewandt. Vor kurzem wurde sie in Genf erstmals einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Nun wird sie in den Markt eingeführt. Es handelt sich dabei um eine Technik, die es erlaubt, eine Knieprothese den individuellen Verhältnissen der Patienten entsprechend perfekt ausgerichtet zu implantieren.
Massgeschneidert und individuell Bei Patienten mit Kniegelenkarthrose wird vor der Operation ein exaktes dreidimensionales Modell (aus Nylon) des erkrankten Knies erstellt. Anhand dieses Modells werden mit Software-Unterstützung zwei Sägeschablonen passgenau vorgefertigt. Diese sind exakt auf die optimale Beinachse ausgerichtet und passen in der Folge auch genau auf das Knie des Patienten. Diese individuelle und massgeschneiderte Technik unterstützt den Chirurgen während der Operation dabei, die Prothese optimal zu positionieren. Da die korrekten Schnittebenen bereits vor dem Eingriff geplant und mit Hilfe des Computers genau festgelegt werden, sind die Entwickler der Methode überzeugt, dass die neue Technik sich durchsetzen und zum Beispiel die auf Computernavigation basierende OP-Methode verdrängen wird.
«Wer hat’s erfunden?» – Eine Schweizer Innovation Die Methode wurde von Spezialisten aus der Universitätsklinik Balgrist, dem Universitätsspital Genf, dem Bürgerspital Solothurn und dem Kantonsspital Winterthur in Zusammenarbeit mit der Tessiner Firma Medacta International entwickelt. Weltweit wird die neue Operationstechnik zurzeit erst in den genannten vier Spitälern eingesetzt. Vor wenigen Wochen erhielt sie in den USA die Zulassung durch die FDA (Food and Drug Administration) und steht nun vor der Markteinführung.
Für das KSW ist die neue Operationstechnik kostenneutral.
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André Haas
Leiter Kommunikation
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