PROSTATAENTFERNUNG MIT DA VINCI
Mit der laparoskopischen roboterassistierten Operation nutzt das KSW eine wesentliche Weiterentwicklung der konventionellen Laparoskopie. Die bekannten Vorteile dieser Methode lassen sich dank dem Da-Vinci-Chirurgiesystem mit den Stärken der offenen Schnittoperation kombinieren.
Vorteile Da Vinci
- kleine Schnitte
- rasche Heilung
- geringer Blutverlust
- wenig Fremdblutspenden
- wenig Schmerzmittel
- kurzer Spitalaufenthalt
- rasche Wiederherstellung der normalen Alltagsabläufe
- 3-D-Sichtfeld
- präzise Gewebemanipulation
- genaue intrakorporale Nahttechniken
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Das Da-Vinci-Operationsverfahren gilt in den USA als «Goldstandard» für die Behandlung von Prostatakrebs. Innerhalb weniger Jahre erreichte die Nutzung des Da-Vinci-Chirurgiesystems bei Prostataoperationen in den USA einen Anteil von 70%, was 90'000 Eingriffen pro Jahr entspricht. In der Schweiz sind zurzeit 13 Da-Vinci-Chirurgiesysteme im Einsatz, hauptsächlich in der Urologie.
Die Krebsliga Schweiz und die Schweizerische Gesellschaft für Urologie stufen die Da-Vinci-Prostatektomie als geeignete Operationsmethode für klinisch lokalisierte Prostatakarzinome ein.
| Mit Prostata |
Ohne Prostata |
Radikale Prostatektomie mit da Vinci Der Zugang erfolgt über fünf acht bis zwölf Millimeter lange Hautschnitte am Unterbauch. Oft entfällt die Eröffnung des Bauchfells. Dadurch reduziert sich der Narkose- und Schmerzmittelbedarf (extraperitonealer Eingriff). Als Resultat ist die Nahrungsaufnahme sehr bald nach der Operation möglich.
Das nerven- und gefässschonende Herausschälen der Prostatadrüse sowie das Anlegen der Naht zwischen Blase und Harnröhre sind komplexe laparoskopische Schritte, die der Da-Vinci-Telemanipulator wesentlich erleichtert.
Der gewebeschonende Eingriff hält den Blutverlust mit durchschnittlich 300 ml sehr gering. Die postoperative Erholung des Patienten verläuft schneller und ist mit weniger Schmerzen verbunden. Eine Eigen- oder Fremdblutspende erübrigt sich.
Im Durchschnitt können wir die Patienten zwei bis drei Tage früher nach Hause entlassen als nach einer offenen Operation. Der Blasenkatheter verbleibt eine Woche lang als Schienung.