Benjamin Schmid

Sektionspfleger
Institut für Pathologie

Mein Alltag
Meine Arbeit als Pfleger verlangt viel Einfühlungsvermögen. Das KSW verfügt über einen Abschiedsraum, so dass in einem würdevollen Rahmen vom Verstorbenen am offenen Sarg Abschied genommen werden kann, was von vielen Angehörigen sehr geschätzt wird.

Institut für Pathologie FENSTER SCHLIESSEN

MEDIENMITTEILUNG

Vorübergehend zu hohe radioaktive Belastung des Spitalabwassers

20.6.2009

Eine Fehlfunktion eines Abwassertanks am Kantonsspital Winterthur führte dazu, dass die normale, zulässige Menge radioaktiven Abwassers in der ersten Junihälfte überschritten wurde. Der Defekt wurde unverzüglich nach Feststellung durch das KSW den zuständigen Behörden gemeldet. Eine Gefährdung für Mensch oder Umwelt bestand nicht.

Aufgrund einer Fehlfunktion kam es in der ersten Junihälfte zu einer verfrühten Entleerung von schätzungsweise 1000 Liter radioaktiv belastetem Abwasser. Dieses floss mit den normalen Abwässern des KSW in die Kläranlage.

Beim radioaktiv belasteten Abwasser handelt es sich um Ausscheidungen von Patienten (mit WC-Abwasser, Waschwasser, Duschwasser, etc.), die mit radioaktivem Jod therapiert werden. Das Abwasser wird normalerweise drei Monate in vier speziellen Tanks (sogenannte Abklingtanks) gelagert, bevor es der normalen Kläranlage zugeführt wird. Während dieser Lagerung klingt die Radioaktivtät auf praktisch null (bzw. auf 0,04% der ursprünglichen Strahlung) ab. Die frühzeitige, teilweise Entleerung fand aus einem dieser Tanks statt.

Unverzügliche Information aller zuständigen Behörden
Das KSW hat die zuständigen Bundes- und Kantonsbehörden (Bundesamt für Gesundheit, AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft), Polizei) unverzüglich über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Die Abklingtanks sind wieder dicht. Ihre Dichtheit wird engmaschig überwacht.

Auswirkung der zu hohen Strahlendosis
Nach übereinstimmender Aussage der Experten des KSW, des BAG, des AWEL und der nationalen Alarmzentrale bestand aufgrund der hohen Verdünnung keine Gefahr. Zur Veranschaulichung: Hätte ein Mensch direkt ab Ausfluss des Abklingtanks einen Liter dieses Abwassers getrunken, hätte er eine Strahlendosis erhalten, die ähnlich hoch ist, wie diejenige die, er erhält, wenn er eine Computertomographie seines Bauchraumes macht.

Hätte ein Mensch ein Liter des Abwassers des KSW getrunken, so hätte er maximal eine Dosis aufgenommen, die jeder Mensch monatlich aus der Umwelt aufnimmt. Um ein Vielfaches geringer wäre die Dosis nach der Kläranlage.

Ursache wird abgeklärt
Wie es zu der zu frühen Entleerung eines Tanks kommen konnte, wird zurzeit in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden abgeklärt.


Weitere Informationen

André Haas

Leiter Kommunikation

Tel. direkt 052 266 21 04

E-Mail: andre.haas@ksw.ch


Dokumente
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