 Dem Verfahren des PET-CT liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Tumoren aufgrund ihres aggressiven Wachstumsdrangs einen erhöhten Glukosebedarf haben. Dieser gesteigerte Bedarf wird vom Positronenemissionstomographie (PET) genutzt: Die hochaktiven Krebszellen nehmen die aktivierte Glukose vermehrt auf, was zu einer erhöhten Aussendung von Positronen führt, welche auf dem Bildschirm als leuchtende Punkte dargestellt werden. Das PET kann auch sehr kleine Tumoren feststellen, die allein aufgrund der Grösse noch nicht verdächtig wären.
Um die aktiven Stellen anatomisch genau zuordnen zu können, bedarf es zusätzlich der Computertomographie (CT). Diese liefert genaue Querschnitte des Körpers. Mittels einer Fusionssoftware können beide Verfahren kombiniert werden. Das Erge- bnis sind Fusionsbilder, mit denen der Tumor exakt lokalisiert werden kann, was für die optimale Therapie sehr wichtig ist. Neben der genauen Diagnosestellung besteht mit dem PET-CT auch die Möglich- keit, das Ansprechen auf eine Chemotherapie zu überprüfen. Bereits nach zwei Wochen Chemotherapie kann mit dem PET-CT deren Wirksamkeit beurteilt werden. Bei fehlendem Ansprechen kann die Therapie gezielt angepasst werden.
PET und CT werden unmittelbar nacheinander im gleichen Gerät durchgeführt. Die reine Untersuchungszeit beträgt 20 bis 40 Minuten. Der gesamte Zeitbedarf inklusive Vorbereitungszeit liegt bei rund 2 Stunden, da die radioaktiv markierte Glukose etwa eine Stunde benötigt, bis sie sich im ganzen Körper angereichert hat. Während der Untersuchung liegt der Patient auf einer Liege, die sich in die Öffnung des PET-CT-Gerätes hineinbewegt. Die Öffnung ist relativ weit und kurz, so dass er sich nicht eingeengt fühlt.
Seit April 2011 steht uns im KSW installiert im MR-PET-CT-Zentrum ein modernster fest installierter PET-CT-Scanner zur Verfügung. Untersuchungen können somit routinemässig täglich an den Werktagen angeboten werden und es können medizinisch dringliche Indikationen bedarfsgerecht berücksichtigt werden. Der integrierte 40-Zeilen-CT-Scanner ermöglicht dabei simultane hochqualitative Kontrastmitteluntersuchungen. Die Resultate werden nach der jeweils immer gemeinsamen Befundung durch den Nuklearmediziner und den Radiologen an die Zuweiser übermittelt. Komplexere Fälle werden interdsziplinär in Zusammenarbeit mit dem Tumorzentrum und der Radioonkologie, sowie den betroffenen Kliniken im Hause umfassend an den wöchentlichen Tumorboards bewertet im Hinblick auf die weitere geeignete Behandlung der Patienten. |